Ägypten strebt bis 2030 eine Weizen-Selbstversorgungsquote von 70 Prozent an, wobei die aktuelle Produktion in dieser Saison fast 10 Millionen Tonnen erreicht. Ein von der EU unterstütztes Projekt trägt dazu bei, Ernteverluste durch Mechanisierung und Schulungen für Landwirte zu reduzieren.
Landwirtschaftsminister Alaa Farouk gab das Ziel auf einer Veranstaltung zur mechanisierten Ernte im Gouvernement Beheira bekannt. Er wies darauf hin, dass die Anbauflächen für Weizen in diesem Jahr um 600.000 Feddan auf 3,7 Millionen Feddan erweitert wurden, und bezeichnete die Weizenproduktion als eine Frage der nationalen Sicherheit.
Die Ankündigung erfolgte im Rahmen des von der EU finanzierten Projekts für gute landwirtschaftliche Praxis, bekannt als KAFIEU, das gemeinsam mit der italienischen Agentur für Entwicklungszusammenarbeit umgesetzt wird. Die Initiative stellt moderne Maschinen bereit, um Verluste zu verringern, die sonst 20 bis 30 Prozent erreichen können, und bietet 400.000 Landwirten in fünf Gouvernements des Nildeltas Schulungen an.
Ein Versuchsfeld, auf dem zertifiziertes Saatgut und modernisierte Anbaumethoden verwendet wurden, erbrachte einen Ertrag von 24 Ardeb pro Feddan. Während eines Besuchs einer mechanisierten Station in Damanhour verteilten Beamte zudem 44 Maisschälmaschinen an Kleinbauern. Upgrades für Saatgutaufbereitungsanlagen in Sakha, Gemmeiza, Sids und Shandweel sind ebenfalls im Gange.