Das ägyptische Präsidialamt kündigte am Dienstag einen Plan an, im Jahr 2026 die Kapazität erneuerbarer Energien im nationalen Stromnetz um 2.500 Megawatt zu erhöhen, um die Stabilität der Stromversorgung zu stärken und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern. Die Erklärung folgte auf ein Treffen zwischen Präsident Abdel Fattah Al-Sisi, Premierminister Mostafa Madbouly sowie den Ministern für Elektrizität und Erdöl.
Bei dem Treffen wurden die Fortschritte bei Projekten für erneuerbare Energien, einschließlich Wind-, Solar- und Batteriespeichersystemen, als Teil der ägyptischen Energiestrategie 2030 überprüft. Elektrizitätsminister Mahmoud Esmat erklärte, dass die neue Kapazität noch in diesem Jahr an das einheitliche Netz angeschlossen werde, um eine nachhaltige Versorgung zu unterstützen, die Effizienz zu steigern und die Abhängigkeit von konventionellen Brennstoffen zu verringern. Er wies darauf hin, dass die Regierung ihre Strategie überarbeite, um sicherzustellen, dass erneuerbare Energien bis 2030 mindestens 42 % des ägyptischen Energiemixes ausmachen. Erdölminister Karim Badawi skizzierte die Bemühungen zur Begleichung der Außenstände bei Energieunternehmen mit dem Plan, alle Rückstände vor Juni 2026 zu tilgen. Zudem gab er einen Überblick über aktuelle Öl- und Gasfunde sowie die Bohrpläne für das Jahr. Präsident Al-Sisi betonte die Notwendigkeit eines ausgewogenen Ausbaus erneuerbarer Projekte, um Ägypten als regionalen Knotenpunkt für grüne Energie zu positionieren. Er forderte eine engere Koordinierung zwischen den Ministerien für Elektrizität, Erdöl und Finanzen, um den Ausbau sauberer Energien zu beschleunigen und angesichts der steigenden Nachfrage bei gleichzeitiger Gewährleistung der Netzstabilität die Finanzierung sicherzustellen. Die Diskussion umfasste auch Maßnahmen zur Sicherung der Versorgung während der sommerlichen Spitzenlastzeiten und zur Steigerung der Energieeffizienz in der Industrie.