Ägypten plant über 100 Explorationsbohrungen bis 2026

Erdölminister Karim Badawi kündigte Pläne an, bis 2026 mehr als 100 Explorationsbohrungen durchzuführen, um die heimische Öl- und Gasförderung zu steigern. Diese Aussage traf er bei einem runden Tisch mit der Amerikanischen Handelskammer in Kairo.

Erdölminister Karim Badawi sprach am Dienstag auf dem von AmCham-Präsident Omar Mohanna geleiteten Runden Tisch über ein Bohrprogramm, das auf neue Explorationen und die Erschließung bestehender Felder in der Westlichen Wüste und am Roten Meer abzielt. Der Minister erklärte, das Ziel seien neue Entdeckungen zur Unterstützung einer nachhaltigen Förderung, um den Weg für eine qualitative Veränderung der Branchenleistung in den nächsten fünf Jahren zu ebnen. Er fügte hinzu, dass Präsident Abdel Fattah al-Sisi und die Regierung von Premierminister Mostafa Madbouly die Gewinnung von Investitionen und den Einsatz moderner Technologien für unkonventionelle Ressourcen unterstützen. Zu den jüngsten Entwicklungen gehören ein neuer Bohrpunkt im Golf von Suez mit einer Kapazität von 2.500 Barrel pro Tag sowie eine Erdgasentdeckung im Mittelmeer mit geschätzten Reserven von 2 Billionen Kubikfuß. Ägypten hat kürzlich 15 Lieferungen von amerikanischem Flüssigerdgas importiert, um den Bedarf zu decken. Mohanna wies auf geopolitische Herausforderungen hin, betonte jedoch eine einheitliche Strategie für erneuerbare Energien. Da fossile Brennstoffe derzeit über 80 % des Energiemixes ausmachen, gibt es Pläne, den Anteil der erneuerbaren Energien bis 2030-2035 auf 42 % zu erhöhen, wobei er auf den Solarpark Benban verwies. Amr Abu Attia, Leiter des Erdöl- und Gasausschusses der AmCham, erklärte, dass die abgeschlossenen Projekte den Status Ägyptens als regionaler Knotenpunkt stärken und regelmäßige Zahlungen an Partner Vertrauen aufbauen.

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