Der ägyptische Minister für Erdöl und Bodenschätze, Karim Badawi, führte am Rande der neunten Egypt Energy Show (EGYPS 2026) Gespräche mit hochrangigen Vertretern führender internationaler Energiekonzerne, um die Zusammenarbeit zu vertiefen und Investitionen anzukurbeln. BP kündigte an, im Geschäftsjahr 2026/2027 rund 1,5 Milliarden US-Dollar in ägyptische Gasprojekte zu investieren.
Der ägyptische Minister für Erdöl und Bodenschätze, Karim Badawi, hielt am Rande der neunten Ausgabe der Egypt Energy Show (EGYPS 2026) eine Reihe von Treffen mit hochrangigen Delegationen von BP, Schlumberger und der United Energy Group ab. Badawi traf William Lin, Executive Vice President für Gas und kohlenstoffarme Energie bei BP, um laufende Projekte zu überprüfen und Expansionspläne in den Bereichen Exploration, Forschung und Erdgasproduktion zu erörtern. Badawi erklärte, dass das Ministerium eine klare Strategie zur Schaffung eines attraktiveren Investitionsumfelds verfolge und lobte die Zusammenarbeit mit BP, wobei er auf das Engagement des Staates hinwies, die ausstehenden Forderungen der Partner bis Ende Juni zu begleichen. Lin betonte den Stolz von BP auf die langjährige Partnerschaft mit Ägypten, die sich trotz globaler Herausforderungen als widerstandsfähig erwiesen habe, und bekundete Interesse am digitalen Transformationsprogramm des Ministeriums sowie an Bemühungen zur Energiediversifizierung, insbesondere in Grenzregionen wie dem Roten Meer. In einem separaten Treffen mit Premierminister Mostafa Madbouly, an dem auch Badawi teilnahm, kündigte Lin den Plan von BP an, im Geschäftsjahr 2026/2027 rund 1,5 Milliarden US-Dollar in Ägypten für die Gasentwicklung, Exploration und neue Bohrungen zu investieren, mit Potenzial für weitere Investitionen. Madbouly erklärte, die Regierung schätze die strategische Partnerschaft mit BP und strebe nach weiteren Investitionen. Lin merkte an, dass die jüngsten staatlichen Maßnahmen, einschließlich der regelmäßigen Zahlung von fälligen Beiträgen, weitere Investitionen stimuliert hätten. Badawi erörterte zudem mit dem CEO von Schlumberger, Olivier Le Peuch, die verstärkte Zusammenarbeit bei Horizontalbohrtechnologien und künstlicher Intelligenz, um schwer zugängliche Reserven zu erschließen, sowie die laufenden seismischen Vermessungen im Roten Meer. Er traf sich außerdem mit dem CEO der United Energy Group, Song Yu, und dem Regionalpräsidenten für Afrika, Kamel El-Sawy, um die Öl- und Gasproduktion in Ägyptens westlicher Wüste zu überprüfen und Lösungen für erneuerbare Energien zu erkunden, wie etwa Solarenergie zur Reduzierung des Dieselverbrauchs.