Aufbauend auf seinem Vorstoß bei der International Mining Conference in Riad im Januar kündigte Ägyptens Minister für Erdöl und Bodenschätze, Karim Badawi, Pläne an, den Beitrag des Bergbausektors zum BIP von unter 1 % auf 6 % zu steigern. Dies beinhaltet eine umfassende geophysikalische Vermessung aus der Luft ab Juni – die erste seit 1984. Die Äußerungen fielen auf dem OECD Critical Minerals Forum in Istanbul.
Badawi betonte, dass genaue geologische Daten der Schlüssel zur Bewertung von Ressourcen, zur Gewinnung von Investitionen und zur Beschleunigung von Entscheidungen seien, und setzte damit Ägyptens Priorisierung des Bergbaus fort, um wirtschaftliches Potenzial freizusetzen und Investitionsprozesse zu verfeinern. Ägypten verbessert sein Investitionsumfeld durch Gesetzes- und Vertragsanpassungen an globale Standards sowie durch Anreize für große und mittlere Unternehmen. Der Minister hob die mineralreiche Geologie des Landes hervor, die Ägypten mit Saudi-Arabien und seinen Nachbarn teilt, unterstützt durch eine Infrastruktur für Transport, Export und Industrie. Dies steht im Einklang mit diversen Energiequellen und einer beschleunigten Umstellung auf erneuerbare Energien im Strommix bis 2028, noch vor den Zielen für 2030. Badawi rief zu einer Zusammenarbeit zwischen Regierung, Privatwirtschaft und Industrie auf, um fortschrittliche Technologien wie KI in der Exploration und im Bergbau einzusetzen und kommerzielle Modelle für die großflächige Mineralnutzung zu entwickeln, wodurch grenzüberschreitende Beziehungen und die Fertigung gefördert werden sollen. An dem Forum nahmen unter anderem der Generalsekretär der OECD, Mathias Cormann, der türkische Energieminister Alparslan Bayraktar und der saudische Industrieminister Bandar Alkhorayef teil.