Neuer Erdgasfund im Nildelta steigert Ägyptens Produktion um 50 Millionen Kubikfuß pro Tag

Das ägyptische Ministerium für Erdöl und Bodenschätze hat einen neuen Erdgasfund im Nildelta mit einer geschätzten Produktionskapazität von rund 50 Millionen Kubikfuß pro Tag bekannt gegeben. Die Entdeckung folgte auf die erfolgreiche Bohrung der Explorationsbohrung Nidoco N-2 im Gebiet West Abu Madi im Gouvernement Kafr asch-Schaich. Das Konzessionsgebiet wird von Eni in Partnerschaft mit BP betrieben.

Der Minister für Erdöl und Bodenschätze, Karim Badawi, besichtigte die Bohranlage EDC-56, die die Arbeiten im Gebiet West Abu Madi im Gouvernement Kafr asch-Schaich durchführte, etwa 3 km vor der Küste in flachen Gewässern in einer Tiefe von circa 10 Metern. Die Bohrung erfolgte vom Festland aus unter Einsatz fortschrittlicher Richtbohrtechnologien, was dazu beitrug, die Kosten zu senken und die betriebliche Effizienz zu verbessern.

Der Minister erklärte, dass die Entdeckung, zusammen mit der gesteigerten Förderung aus bestehenden Feldern, den Erfolg des Erdölsektors bei der Begleichung ausstehender Forderungen gegenüber ausländischen Partnern widerspiegelt, wobei eine vollständige Tilgung bis Ende Juni angestrebt wird. Er fügte hinzu, dass dieser Fortschritt das Engagement des Staates unterstreicht, das Vertrauen internationaler Partner zu stärken und das Investitionsklima zu verbessern.

Badawi merkte an, dass die regelmäßige Begleichung der Forderungen die Partner dazu ermutigt habe, Explorationsaktivitäten zu intensivieren, Bohr- und Produktionsraten zu erhöhen und die Erschließung reifer Felder durch verlängerte Konzessionsverträge auszuweiten, wodurch neue Investitionen in den Sektor angezogen werden. Er wies zudem darauf hin, dass die Nähe der Bohrung zur bestehenden Infrastruktur – weniger als 2 km von den nächsten Produktionsanlagen entfernt – eine schnelle Anbindung an das Netz innerhalb weniger Wochen ermöglicht, was eine frühzeitige Förderung begünstigt und die Kapitaleffizienz verbessert.

Der Minister gab bekannt, dass die Verbindlichkeiten gegenüber internationalen Investitionspartnern in der Öl- und Gasförderung deutlich von 6,1 Milliarden US-Dollar im Juni 2024 auf etwa 714 Millionen US-Dollar im April 2026 gesunken sind, womit der Sektor dem Ziel, bis Ende nächsten Juni „null Rückstände“ zu erreichen, einen großen Schritt näher gekommen ist. Das Erschließungsgebiet West Abu Madi wird von Eni in Partnerschaft mit BP und der Egyptian General Petroleum Corporation (EGPC) über Petrobel betrieben, ein Gemeinschaftsunternehmen zwischen der EGPC und Eni.

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