Ägypten plant bis Ende 2026 den Übergang von Sach- zu Barhilfen, wie der stellvertretende Ministerpräsident für Wirtschaft, Hussein Eissa, am Dienstag bekannt gab. Er äußerte sich auf einer Sitzung der Amerikanischen Handelskammer in Kairo. Zudem erklärte Eissa, dass die Treibstoffpreise vor Ende des Geschäftsjahres 2026 nicht steigen werden.
Eissa sagte, die Regierung werde vor Ende 2026 zehn staatliche Unternehmen privaten Investoren anbieten. Auf der Liste stehen die Banque du Caire sowie zwei Firmen, die mit den ägyptischen Streitkräften verbunden sind. Die Verkäufe sollen durch Börsengänge an der ägyptischen Börse oder durch strategische Partnerschaften erfolgen.
Ein aktualisiertes Dokument zur staatlichen Eigentumspolitik soll bis Ende kommenden Juni veröffentlicht werden. Es wird definieren, in welchen Sektoren der Staat seine Rolle beibehalten oder reduzieren will.
Die Regierung strebt an, die Umstrukturierung von sechs großen Wirtschaftsbehörden bis Ende dieses Jahres abzuschließen. Dazu gehören die nationale Lebensmittelbehörde, die Agentur für die Entwicklung kleiner und mittlerer Unternehmen sowie die Suezkanal-Behörde. Eine neue Reformphase soll nächstes Jahr beginnen, nachdem die erste Phase überprüft wurde.