Planungsminister Ahmed Rostom hat dem Parlament den Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2026/27 vorgestellt, der ein Wachstum von 5,2-5,4% und Gesamtinvestitionen von 3,7 Billionen EGP vorsieht, wobei der Privatsektor den Großteil beisteuert.
Rostom teilte dem Planungs- und Haushaltsausschuss des Repräsentantenhauses mit, dass private Investitionen 2,2 Billionen EGP (59%) der Gesamtsumme ausmachen werden, während auf öffentliche Investitionen 1,5 Billionen EGP (41%) entfallen. Die Wirtschaft verzeichnete in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres ein Wachstum von 5,3%.
Fünf Sektoren werden voraussichtlich 64% des Wachstums im nächsten Jahr ausmachen: das verarbeitende Gewerbe (29%), der Groß- und Einzelhandel (11,3%), der Tourismus (9,3%), das Baugewerbe (7,2%) und die Landwirtschaft (7%).
Die Mittelzuweisungen steigen um 25% für Gesundheit und Bevölkerung, um 57% für das Ministerium für soziale Solidarität sowie um jeweils 11% für Bildung und Hochschulbildung, um die Initiative „Decent Life“ und die Einführung der allgemeinen Krankenversicherung zu unterstützen.
Rostom warnte davor, dass regionale Spannungen die Lieferketten unterbrechen sowie die Preise für Erdöl und Lebensmittel in die Höhe treiben könnten. Er skizzierte Pläne zur Stärkung der Warenreserven bei gleichzeitiger Beschleunigung des Übergangs zu erneuerbaren Energien. Diese Ziele sind Teil des mittelfristigen Rahmens der Regierung, der bis 2030 ein Wachstum von bis zu 6,8% anstrebt.