Der ägyptische Sektor für medizinische Hilfsgüter bereitet ein Memorandum an Premierminister Mostafa Madbouly vor, in dem angesichts der stark gestiegenen Produktions- und Lieferkosten eine Überarbeitung der staatlichen Beschaffungspreise gefordert wird. Dieser Schritt folgt auf Maßnahmen, die von der ägyptischen Behörde für vereinheitlichte Beschaffung angekündigt wurden, um den Druck auf die Lieferanten zu verringern und die stetige Verfügbarkeit medizinischer Versorgungsgüter zu gewährleisten.
Der ägyptische Sektor für medizinische Hilfsgüter plant, ein Memorandum an Premierminister Mostafa Madbouly zu übermitteln, in dem aufgrund der drastischen Erhöhungen der Produktions- und Lieferkosten eine Überarbeitung der staatlichen Beschaffungspreise gefordert wird. Amr Gad, stellvertretender Leiter der ägyptischen Behörde für vereinheitlichte Beschaffung für den Bereich medizinische Hilfsgüter, erklärte, dass alle nicht erfüllten Bestellungen, die älter als fünf Wochen sind, storniert und neu ausgestellt werden. Er versprach, die Zahlungszyklen von zuvor 120 Tagen auf 30 bis 45 Tage zu verkürzen und den Lieferanten zu gestatten, Bankgarantien durch Teile ihrer ausstehenden Forderungen zu ersetzen. Mohamed Ismail Abdo, Leiter der Abteilung für medizinische Hilfsgüter bei der Handelskammer von Kairo, bekräftigte das Engagement des Sektors, die Anforderungen der Behörde an eine strategische Reserve zu erfüllen. Die Mitglieder wurden aufgefordert, Lieferdaten für März und April für das Memorandum bereitzustellen, wobei auf Kostensteigerungen von mindestens 100 % bei Transport, Versicherung, Rohstoffen sowie die Abwertung des ägyptischen Pfunds hingewiesen wurde. Er forderte die Unternehmen auf, ihre Verpflichtungen bis Ende April zu erfüllen. Die Abteilung erstellte eine Zusammenstellung von Rechnungen privater Krankenhäuser, die Preisaufschläge aufzeigen, wie etwa 1.200 EGP, die Patienten für eine Schachtel medizinische Handschuhe berechnet wurden, gegenüber Lieferpreisen von 170-180 EGP. Diese werden den Behörden und dem parlamentarischen Gesundheitsausschuss vorgelegt. Mari Gamal, Leiterin der Zentralverwaltung der Behörde, forderte aktualisierte Bestandsdaten zu Fertigprodukten, Rohstoffen und Liefervolumina, um Ausschreibungen zu planen. Sie merkte an, dass die Behörde seit ihrer Gründung keine Strafgebühren für Verspätungen erhoben habe.