Ägyptens Gesundheitsminister Khaled Abdel Ghaffar mahnte eine stärkere lokale Arzneimittelproduktion an, um widerstandsfähige Lieferketten im Gesundheitswesen aufzubauen.
Abdel Ghaffar äußerte sich dazu auf einer Veranstaltung zur Lieferkette im Gesundheitswesen, die am Rande der 79. Weltgesundheitsversammlung in Genf stattfand. Der Minister stellte fest, dass die COVID-19-Pandemie erhebliche Schwachstellen in den Versorgungssystemen des Gesundheitswesens aufgezeigt habe, wie etwa eine übermäßige Abhängigkeit von Importen und eine schwache lokale Produktion. Ägyptens Strategie stütze sich auf drei Säulen: die digitale Integration von mehr als 5.000 Gesundheitseinrichtungen sowie die Ausweitung der lokalen Produktion, um 85 bis 90 Prozent des inländischen Bedarfs an Medikamenten zu decken. Er hob zudem hervor, dass die ägyptische Arzneimittelbehörde den Status „Maturity Level 3“ der WHO erhalten habe und dass das einheitliche Beschaffungssystem erfolgreich dazu beigetragen habe, die Kosten für die Hepatitis-C-Behandlung zu senken.