Charlotte Dujardin gerät in neue Kontroverse um Pferdebehandlung

Ein Video der britischen Reiterin Charlotte Dujardin bei einem Weltcup in Amsterdam hat Kritik von Tierschutzgruppen und Experten ausgelöst. Die Aufnahmen zeigen sie mit Sporen an kurzer Zügelhilfe, was Bedenken hinsichtlich des Pferdewohls aufwirft – nur sechs Monate nach ihrer Rückkehr von einer einjährigen Sperre. Dujardin, dreifache Olympiasiegerin, hat sich nicht dazu geäußert.

Die dreifache Olympische Dressurreiterin Charlotte Dujardin steht nach Bekanntwerden eines Videos vom letzten Monats Weltcup in Amsterdam erneut in der Kritik. Die Aufnahme, im Aufwärmbereich gefilmt, zeigt Dujardin auf der Stute Alive And Kicking und wurde von der Tierschutzorganisation Collectif Pour Les Chevaux weit verbreitet, mit über 100.000 Aufrufen online.  nnDieser Vorfall ereignet sich sechs Monate nach Dujardins Rückkehr zu Wettkämpfen im Juli 2025, nach einer einjährigen Sperre durch die International Equestrian Federation (FEI) wegen Verhaltens gegen Pferdewohl-Prinzipien. Die Sperre resultierte aus einem früheren Video, das zeigte, wie sie ein Pferd wiederholt während einer Trainingseinheit vor den Olympischen Spielen in Paris 2024 schlug, was zu ihrem Rückzug führte.  nnKritiker fokussieren auf Dujardins Sporeneinsatz bei kurzer Zügelhilfe, was sie als Auslöser für Verhaltenskonflikte beim Pferd sehen. Mette Uldahl, ehemalige Präsidentin des Europäischen Verbands der Pferdeärzte, beschrieb es gegenüber The Times als »wie bitten, das Auto zu fahren, während man bremst«, und fügte hinzu: »Es ist viel zu viel, und die Reiterin ist sich bewusst, das Pferd so zu reiten. Es ist subtil für die meisten Außenstehenden, aber ein sehr hoher Druckgrad und sehr unfair.«  nnProfessor Paul McGreevy, ein Experte für Pferdewohl, erklärte: »Bei der Anwendung ethischer Prinzipien dürfen Signale für unterschiedliche Reaktionen nie gleichzeitig gegeben werden. Das Vorantreiben des Pferdes mit Sporen gegen Gebissdruck kann das Pferd leicht in einen Verhaltenskonflikt bringen.«  nnRoly Owers, CEO von World Horse Welfare, nannte das Video »schwer anzuschauen« und wies auf »klare Anzeichen von Spannung und Konfliktverhalten« beim Pferd hin.  nnDas Video wurde von der Pferdeärztin Eva van Avermaet gedreht, die der Daily Mail sagte, sie sei über Dujardins Stil überrascht: »Nach dem Peitschenvorfall und der einjährigen Sperre sollte sie von allen am vorsichtigsten mit ihrem Pferd umgehen, besonders öffentlich.« Van Avermaet informierte einen Steward, sah aber keine Änderung.  nnDujardin, 40 Jahre alt und eine der erfolgreichsten britischen Olympioniken, verwies Fragen an die British Equestrian Federation (BEF). Die BEF erklärte, sie könne ein kurzes Clip einer 45-minütigen Aufwärmphase nicht richtig bewerten, betonte aber: »Wir gehen keine Kompromisse ein und hören nie auf, das Wohl des Pferdes zu verfolgen.«  nnDujardin trat seither bei Events wie dem Dressur-Weltcup in London an, wo sie die Reaktion der Fans als »sehr emotional« beschrieb.

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