Ein reitturnier in münchen wurde abgesagt, nachdem mehrere ponys mit abgeschnittenen mähnen, schweifen und stirnlöckchen sowie gummibändern um die zungen gefunden wurden. Der vorfall ereignete sich über nacht am 14. februar in der olympischen reitanlage. Die behörden haben eine untersuchung wegen tierquälerei eingeleitet.
Das preis der besten u-21-reitturnier, ein auswahlwettbewerb für junge reiter in dressur, springen und volte, sollte im bezirk münchen-riem stattfinden. Die organisatoren sagten das event für u25-reiter ab, nachdem die vorfälle im stallbereich der olympischen reitanlage entdeckt wurden. Wilfried herkommer, der mit seiner enkelin am event teilnahm, berichtete equi-pages, dass sechs ponys mähnen und schweife abgeschnitten hatten, während mehrere andere zungen fest mit gummibändern umwickelt hatten. Der hinzukommende tierarzt schätzte, dass keine bleibenden schäden von den handlungen zu erwarten sind. Blutproben der ponys werden auf mögliche sedierung untersucht. Die polizei hat eine untersuchung eingeleitet, und sicherheitsmaßnahmen an der anlage werden verstärkt. Thomas schreder, geschäftsführer des bayerischen reiter- und fahrverbands, erklärte: „Wir werden alles tun, um sicherzustellen, dass pferde und pferdefreunde sich so sicher wie möglich fühlen und der zutritt in zukunft noch strenger kontrolliert wird.“ Dr. dennis peiler, präsident des deutschen reiterbunds, kommentierte: „Es ist verständlich, dass die öffentlichkeit ebenfalls betroffen ist und die bestrafung der verantwortlichen fordert. Es ist uns auch sehr wichtig, dass die vorfälle vollständig geklärt und angemessen bestraft werden. Das ist jedoch sache der ermittlungsbehörden.“ Der preis der besten dient als qualifikation für den bundesweiten wettbewerb in warendorf, der für den 8.–10. mai geplant ist. Der deutsche reiterbund teilte die details am 17. februar in einer mitteilung mit.