Im rheinischen derby der bundesliga hat borussia mönchengladbach den 1. fc köln mit 3:1 besiegt, doch die drei sträfstoß-entscheidungen sorgten für kontroverse. Schiedsrichter deniz aytekin wurde vom var zweimal zum monitor geschickt, was kölns trainer lukas kwasniok zur wut trieb. Die gladbacher feiern ihren ersten heim-sieg der saison.
Das derby am 10. spieltag der fußball-bundesliga endete mit einem 3:1-sieg für borussia mönchengladbach gegen den 1. fc köln (1:0). Die gladbacher bauten ihre siegesserie auf drei pflichtspiele aus und verbesserten sich auf platz zwölf, während köln das zweite auswärtsspiel in folge verlor.
Schiedsrichter deniz aytekin stand im zentrum der debatten durch drei verhängte elfmetter. Zwei davon für mönchengladbach wurden erst nach var-eingriffen gepfiffen. Zur ersten entscheidung sagte aytekin: «Der videoassistent hat mich rausgeschickt und dann habe ich gesehen, dass es eindeutig ein klarer kontakt im knieBereich war. Und wenn wir diese technik haben, sollten wir sie auch nutzen.» Das handspiel von kristoffer lund, beteiligt am ersten elfMeter, sah aytekin zunächst nicht: «Da standen drei spieler wie eine mauer vor mir. Was ich dann auf dem monitor gesehen habe, war ein klarer strafstoß.»
Der dritte elfMeter für köln wegen eines fouls an ragnar ache nannte aytekin selbst «sicherlich einen harten elfMeter»: «Ob man ihn immer geben würde, weiß ich nicht. Das ärgert mich natürlich.» Die treffer: Philipp sander (45.+2), kevin diks (61., handelfmeter), haris tabaković (64.) für gladbach; luca waldschmidt (90.+2, elfMeter) für köln. Tabaković hatte zuvor den ersten elfMeter für mönchengladbach vergeben.
Kölns trainer lukas kwasniok äußerte sich scharf: «Ich mag den var nicht, ich hasse den var. Er verfälscht alles. Ich habe das gefühl, dass der var chef ist, nicht mehr der unparteiische.» Sportdirektor thomas kessler war diplomatischer: «Ich halte deniz aytekin für einen der besten deutschen schiedsrichter. Wenn wir einen der besten schiris auf dem platz haben, der relativ gut steht und die situationen so bewertet, dass es keine elfMeter sind, sollten wir die diskussion führen, wann wir den schiedsrichter überhaupt rausschicken an den monitor.» Die entscheidungen unterstreichen anhaltende debatten um den var in der liga.