Das Umwelt- und Landgericht hat Anordnungen erlassen, die die Räumung der Bewohner aus dem Makongeni-Anwesen in Nairobi stoppen. Dies folgt auf eine Petition der Bewohner gegen die Maßnahmen der Regierung, das Gebiet für ein bezahlbares Wohnprojekt freizumachen. Das Gericht hat auch die Wiederherstellung der Wasser- und Stromversorgung angeordnet.
Die Räumungskampagne der Regierung im Makongeni-Anwesen begann am Samstag und ging am Montag weiter, wobei über 40.000 Bewohner betroffen waren. Die Behörden hatten den Bewohnern aufgefordert, bis zum 2. Dezember zu gehen, um Platz für neue bezahlbare Wohneinheiten zu schaffen. Daraufhin reichte Otieno Willis Evans Otieno eine Petition im Namen mehrerer Bewohner ein, die die Räumungen und die Unterbrechung wesentlicher Dienstleistungen wie Wasser und Strom anfechtete, die eingesetzt wurden, um Menschen zum Verlassen zu drängen.
Das Umwelt- und Landgericht erteilte vorläufige Schutzverfügungen, die weitere Räumungen und Abbrüche bis zu einer vollständigen Verhandlung stoppen. Es wies die Regierung auch an, Wasser und Strom unverzüglich wiederherzustellen. Otieno Willis Evans Otieno bezeichnete das Urteil als „Sieg für das Volk; eine Erinnerung daran, dass staatliche Macht Grenzen hat und die Verfassung noch laut für die Verletzlichen spricht, wenn die Mächtigen überschreiten. Makongeni wird nicht ausgelöscht. Nicht unter unserer Wache.“
Während mehr als 3.000 Bewohner jeweils Ksh150.000 für den Umzug erhalten haben, sind die meisten anderen unkompensiert geblieben, was ihren Umzug erschwert. Die Regierung hat Prioritätszugang zu den neuen Wohnungen versprochen, sobald sie gebaut sind, damit die Gemeinschaft sich wieder aufbauen kann.
Die Law Society of Kenya (LSK) hatte zuvor zu einem Stopp der Räumungen aufgerufen und argumentiert, sie verletzten die Rechte der Bewohner. LSK-Präsidentin Faith Odhiambo betonte, dass jede Räumung globale Standards einhalten müsse, einschließlich schriftlicher Mitteilung und Respekts vor Würde, Leben und Sicherheit, insbesondere für vulnerable Gruppen wie Frauen, Kinder und Ältere. Die Gesellschaft drohte mit rechtlichen Schritten, falls Rechte nicht gewahrt würden.
Diese Entwicklung unterstreicht die Spannungen zwischen Zielen der städtischen Entwicklung und dem Schutz der Bewohner in Kenias Wohnungsinitiativen.