David Goffin äußerte sich emotional zu seiner Entscheidung, seine Karriere zu beenden, nachdem er beim Monte Carlo Masters ausgeschieden war. Der 35-jährige Belgier unterlag Emilio Nava in einem Dreisatzmatch, was seinen letzten Auftritt bei diesem Turnier bedeutete. Goffin gab Einblicke in seine schwindende Motivation und die Anforderungen des Profi-Tennis.
David Goffin kämpfte sich gegen Ignacio Buse durch, bevor er sich Emilio Nava beim Monte Carlo Masters mit 3:6, 7:6 (8:6), 6:7 (2:7) geschlagen geben musste. Im Anschluss fand auf dem Court des Princes eine feierliche Zeremonie statt, an der unter anderem Mélanie-Antoinette de Massy und David Massey teilnahmen. Carlos Alcaraz, die Nummer 1 der Welt, verfolgte das Geschehen von der Tribüne aus und applaudierte Goffin, was von den Kameras von TennisTV festgehalten wurde. Goffin hatte bereits im vergangenen Monat in einem nachdenklichen Video bestätigt, dass dies seine letzte Saison sein würde: „Dies wird meine letzte Saison. Begleitet mich auf dieser Reise.“ Er erklärte Reportern, wie schwer ihm diese Entscheidung gefallen sei, und erläuterte, dass Motivation und körperliche Verfassung auseinanderklafften. „Manchmal gehen die Motivation und der Körper in entgegengesetzte Richtungen“, so Goffin. „Nach und nach merkt man, dass man es nicht mehr möchte, dass die Motivation nicht mehr auf dem Höhepunkt ist.“ Verletzungen beeinflussten seine Entscheidung, darunter ein Fußproblem im vergangenen Mai und Kniebeschwerden später im Jahr, die seinen Saisonstart verzögerten und sein Ranking beeinträchtigten. Trotz eines starken Comeback-Sieges gegen Martin Landaluce bei den Swiss Open in Gstaad folgten frühzeitige Ausscheiden bei mehreren Turnieren. Goffin betonte, dass Tennis vollen Einsatz erfordere: „Man kann es sich nicht leisten, nicht in allen Bereichen bei 110 % zu sein, egal ob mental, physisch oder technisch.“ Er plant, seine Karriere bei den European Open in Brüssel ab dem 19. Oktober zu beenden und möchte seine verbleibenden Spiele in der Heimat genießen.