Die Polizei von Delhi hat die Fahrdienstvermittler Uber, Ola und Rapido kontaktiert, nachdem sich herausgestellt hatte, dass der Beschuldigte im Fall der Vergewaltigung und Ermordung eines zehnjährigen Mädchens in Mehrauli eine kriminelle Vorgeschichte hat und als Taxifahrer ohne polizeiliche Überprüfung tätig war.
Am frühen Montag soll Bashu Kumar Singh das Mädchen von einem Gehweg in der Nähe einer U-Bahn-Station in Mehrauli im Süden Delhis entführt, vergewaltigt und erdrosselt haben, bevor er ihre Leiche nahe der Grenze zwischen Gurgaon und Faridabad ablegte. Er wurde noch am selben Tag festgenommen, nachdem die Polizei Videoaufnahmen von Überwachungskameras, Fahrzeugzulassungsdaten und GPS-Tracking ausgewertet hatte.
Der 29-jährige Singh ist seit 2015 in Bihar in fünf Strafverfahren verwickelt, darunter zwei Fälle wegen versuchten Mordes und drei wegen Körperverletzung. Er war etwa zehn Jahre lang als Fahrer für die drei Plattformen in der Region Delhi-NCR tätig. Polizeikreisen zufolge hatte er die obligatorische polizeiliche Überprüfung nicht durchlaufen.
Die Polizei von Delhi hat die Unternehmen schriftlich aufgefordert, seinen Arbeitsverlauf, Verifizierungsunterlagen sowie frühere Beschwerden vorzulegen. Der Beschuldigte befindet sich bis Donnerstag in Polizeigewahrsam; er erlitt bei seiner Festnahme eine Beinverletzung.
Sein Bruder Jaikishan Singh erklärte, die Familie wolle ein faires Verfahren. „Wenn Bashu schuldig ist, dann hängt ihn“, sagte er. Die Fälle in Bihar beschrieb der Bruder als typische Eigentumsstreitigkeiten in der Region.