Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron haben beim Gipfel für digitale Souveränität in Berlin eine größere Unabhängigkeit Europas von den USA und China gefordert. Die EU plant, ihre Digitalgesetze aufzuweichen, um bürokratische Hürden für Unternehmen zu reduzieren. Der Auftakt war eine Grundsteinlegung für ein Rechenzentrum in Brandenburg.
Der Auftakt zu einer bemerkenswerten Woche für Europa fand am Montag statt, als Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) bei Nieselregen in einem Gewerbegebiet im brandenburgischen Lübbenau zur Schaufel griff. Vor den Kameras legte er den Grundstein für ein neues Rechenzentrum der Schwarz-Gruppe, zu der Lidl und Kaufland gehören und die eine große Digitalsparte hat. An dem Ort, wo einst ein Heizkraftwerk stand, sollen 100.000 KI-Chips verbaut werden. Die Investition beträgt elf Milliarden Euro.
Einige Tage später ging es in Berlin weiter. Europa wollte der Welt – und sich selbst – zeigen, dass es eine digitale Weltmacht werden und mit den USA und China mithalten kann. Die EU kündigte an, ihre Digitalgesetze aufzuweichen, um bürokratische Hürden für Unternehmen abzubauen. Beim Gipfel für digitale Souveränität beschworen Bundeskanzler Friedrich Merz und Präsident Emmanuel Macron eine stärkere Unabhängigkeit Europas von US- und chinesischer Technologie. Sie wollen die Techbranche in der EU durch Investitionen stärken und Regulierungen abbauen.