Filmemacher Adam Benzine veröffentlicht eine erweiterte Version seines Oscar-nominierten Dokuments über Claude Lanzmann, den Schöpfer des Holocaust-Epos Shoah. Betitelt The Death and Love of Claude Lanzmann, erreicht der spielfilmlange Director’s Cut am Sonntag Video-on-Demand-Plattformen und markiert mehrere wichtige Jahrestage. Er baut auf dem Originalkurzfilm von 2015 auf, indem er tiefere Einblicke und restauriertes Material hinzufügt.
Überblick
Adam Benzines Dokumentarfilm über Claude Lanzmann, ursprünglich 2015 als 40-minütiger Kurzfilm veröffentlicht, wurde lange für seinen intimen Blick auf den Filmemacher hinter Shoah gefeiert. Diese Version, Claude Lanzmann: Spectres of the Shoah, erhielt eine Oscar-Nominierung und zahlreiche internationale Auszeichnungen, darunter Siege beim Warsaw Jewish Film Festival und Thessaloniki International Documentary Festival. Nun, ein Jahrzehnt später, enthüllt Benzine einen Director’s Cut, der ihn zu einem Vollständigen Spielfilm macht.
Erweiterter Inhalt und Restaurierungen
Die neue Ausgabe, The Death and Love of Claude Lanzmann (La mort et l’amour de Claude Lanzmann), geht tiefer auf die Herausforderungen bei der Produktion von Shoah ein. Sie umfasst verdeckte Aufnahmen ehemaliger Nazis, emotionale Interviews mit Holocaust-Überlebenden, Kämpfe um Budget und Laufzeit sowie nahezu tödliche Risiken, denen Lanzmann ausgesetzt war. Benzine integriert nie zuvor gesehene Outtakes aus den 1970er Jahren, digital in HD vom United States Holocaust Memorial Museum restauriert. Ein restaurierter Originaltitel begleitet diese Ergänzungen und berücksichtigt Zuschauerwünsche nach mehr Tiefe.
Bedeutung und Timing
Benzine betont die anhaltende Relevanz des Films in einer Erklärung: „Claude Lanzmanns Stellung und Vermächtnis als Filmemacher und Historiker ist nur gewachsen.“ Die Veröffentlichung fällt mit Lanzmanns 100. Geburtstag, dem 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs und dem 40. Jubiläum der Premiere von Shoah zusammen. Lanzmann, der 2018 im Alter von 92 Jahren starb, teilte in Interviews persönliche Geschichten, einschließlich seiner Zeit mit der Schriftstellerin Simone de Beauvoir von 1952 bis 1959. Als Mitglied der französischen Résistance während des Krieges verliehen seine Erfahrungen Authentizität seinen Konfrontationen mit ehemaligen SS-Offizieren.
Verfügbarkeit und Credits
Zuschauer können den Film ab Sonntag auf lanzmannfilm.com und großen VOD-Diensten sehen. Benzine schrieb, produzierte und inszenierte, mit Koproduktion von Kimberley Warner und Exekutivproduktion von Nick Fraser. Die Musik stammt von Joel Goodman, der Schnitt von Tiffany Beaudin und die Kamera von Alexander Ordanis. Internationale Verkäufe übernimmt Cinephil, Bildungsvertrieb über Film Platform.