Disney zahlt 10 Millionen Dollar zur Beilegung von FTC-Vorwürfen zu YouTube-Kennzeichnung

The Walt Disney Company hat zugestimmt, 10 Millionen Dollar zu zahlen, um Vorwürfe der Federal Trade Commission beizulegen, sie habe Kindervideos auf YouTube unsachgemäß gekennzeichnet und damit Datenschutzgesetze verletzt. Die Einigung, die vom Justizministerium angekündigt wurde, verpflichtet Disney zu besseren Compliance-Maßnahmen. Der Fall beleuchtet die anhaltende Prüfung, wie Medienunternehmen Kinderdaten online handhaben.

Das US-Justizministerium bestätigte am Dienstag eine Einigung über 10 Millionen Dollar zwischen The Walt Disney Company und der Federal Trade Commission wegen Vorwürfen unsachgemäßer Kennzeichnung von Videos auf YouTube. Das Problem entstand durch das Versäumnis von Disney, bestimmte Uploads als „Made for Kids“ zwischen 2020 und 2022 zu kennzeichnen, was angeblich die Sammlung personenbezogener Daten von Kindern unter 13 Jahren ohne elterliche Einwilligung ermöglichte und gegen das Children's Online Privacy Protection Act (COPPA) verstieß.

Die Klage der FTC, eingereicht vom DOJ am Bundesgericht für den Zentralen Distrikt Kaliforniens, wies auf spezifische Kanäle wie Pixar hin, die als „nicht für Kinder gemacht“ markiert waren, obwohl sie kindgerechte Inhalte aus Filmen wie Frozen, Inside Out, Finding Dory und Encanto enthielten. Im Gegensatz dazu war der Pixar-Cars-Kanal korrekt gekennzeichnet, was Inkonsistenzen in den Praktiken von Disney verdeutlicht. Dies folgte den YouTube-Richtlinienänderungen von 2019, die Schöpfer verpflichteten, Inhalte für Kinder anzugeben; Disney wurde Mitte 2020 mitgeteilt, dass über 300 ihrer Videos umklassifiziert wurden, behielt aber eine Kanal-Ebene-Kennzeichnungspolitik bei.

Assistant Attorney General Brett A. Shumate betonte das Engagement des DOJ und sagte: „Das Justizministerium ist fest entschlossen, sicherzustellen, dass Eltern Mitspracherecht bei der Sammlung und Nutzung der Informationen ihrer Kinder haben.“ Das Gericht verordnete nicht nur die Strafe, sondern auch ein Compliance-Programm zur Vermeidung zukünftiger Verstöße.

COPPA, das 2000 erlassen wurde, erfährt durch den zunehmenden Digitalmedienkonsum der Jugend erneute Aufmerksamkeit. Eine Senatsänderung von 2024 stockte im Repräsentantenhaus, obwohl Anhörungen fortgesetzt werden. Disney ist nicht allein; Microsoft regelte ähnliche Xbox-Vorwürfe 2023 für 20 Millionen Dollar, und die FTC hat TikTok wegen möglicher COPPA-Verstöße ins Visier genommen.

Ein Disney-Sprecher sagte im vergangenen September: „Die Unterstützung des Wohlbefindens und der Sicherheit von Kindern und Familien steht im Herzen dessen, was wir tun... Disney hat eine lange Tradition, die höchsten Standards der Einhaltung von Kinderdatenschutzgesetzen zu übernehmen.“ Das Unternehmen verweigerte weitere Kommentare am Tag der Ankündigung.

Diese Einigung unterstreicht breitere Bemühungen, den Online-Datenschutz von Kindern in einer Ära allgegenwärtiger Streaming-Inhalte zu schützen.

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