FCC-Chef äußert Wettbewerbsbedenken zum Netflix-Warner-Bros-Deal

Der Vorsitzende der Federal Communications Commission hat Bedenken hinsichtlich des von Netflix vorgeschlagenen 83-Milliarden-Dollar-Übernahmes von Warner Bros. geäußert und mögliche Probleme im Streaming-Markt genannt. Die FCC hat jedoch keine Befugnis, den Deal zu prüfen. Aufsichtsbehörden wie das Justizministerium und die FTC untersuchen ihn auf Kartellrechtsverstöße.

Brendan Carr, der von Trump ernannte FCC-Vorsitzende, erklärte, dass der von Netflix vorgeschlagene 83-Milliarden-Dollar-Deal zur Übernahme der Warner-Bros.-Studios und HBO-Max-Geschäfte „Wettbewerbsbedenken“ aufwerfe. Er äußerte dies in einem Bloomberg-Interview vom 23. Januar 2026, lobte das organische Wachstum von Netflix, hob aber die Größenordnung und Konsolidierung im Streaming hervor. Die FCC hat keine Zuständigkeit für die Transaktion, da keine Sendelizenz betroffen ist – Warner Bros. Discovery besitzt keine Rundfunk-TV-Eigenschaften. Stattdessen prüfen das Justizministerium und die Federal Trade Commission den Vertrag auf potenzielle Kartellprobleme. Netflix und Warner Bros. Discovery haben Hart-Scott-Rodino-Kartellanmeldungen eingereicht und kooperieren mit US- und EU-Regulierern. Die Unternehmen bekräftigten ihr Engagement für eine reibungslose Abwicklung mit den Behörden. Eine rivalisierende Barangebot von Paramount Skydance unter Führung von David Ellison zu 30 Dollar pro Aktie ist aufgetaucht, unterstützt von ausländischen Staatsfonds aus Saudi-Arabien, Katar und Abu Dhabi sowie Larry Ellisons 40,4-Milliarden-Dollar-Zusage. Carr sah bei diesem Angebot keine unmittelbaren Wettbewerbsbedenken, schlug aber vor, dass die FCC es wegen ausländischer Finanzierung prüfen könnte. Paramount argumentiert, der Netflix-Deal würde die Marktkonzentration zementieren und dem kombinierten Unternehmen 43 % der globalen Streaming-Abonnenten geben, was zu höheren Preisen und Schaden für Schaffende und Kinos führe. Politiker beider Parteien haben Alarm geschlagen. Senatorin Elizabeth Warren nannte den Deal „einen antimonopolistischen Albtraum“, während Senator Mike Lee vor „vielen Kartell-Warnsignalen“ warnte. Netflix-Co-CEO Ted Sarandos und Bruce Campbell von Warner Bros. Discovery sollen nächsten Monat vor einer Senats-Kartellanhörung aussagen. Netflix kontert, dass sein Anteil an der TV-Sendezeit unter 10 % in großen Märkten liege. Getrennt davon signalisierte Netflix-Co-CEO Greg Peters, dass das Unternehmen nach der Übernahme „dieses HBO-Team behalten“ wolle, was die Absicht zur Talentsicherung andeutet.

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