Netflix hat einen Deal abgeschlossen, um Warner Bros. für 82,7 Milliarden Dollar zu kaufen, was die Unterhaltungsbranche umstrukturiert und Fragen zur Zukunft des linearen HBO-Dienstes und Kinostarts aufwirft. Die Übernahme, die noch regulatorische Genehmigung benötigt, verspricht, HBO Max zunächst als separate Einheit zu integrieren, könnte es aber letztendlich in Netflix einfließen lassen. Branchenbeobachter sorgen sich um die Auswirkungen auf Premium-Kabel und Kinobetrieb.
Geschäftsübersicht
Netflix' Angebot in bar über 82,7 Milliarden Dollar für Warner Bros. Discovery wurde bestätigt und markiert einen seismischen Wandel in Hollywood. Der Deal schließt lineare Sender der 'Discovery'-Seite aus und konzentriert sich auf Warner Bros. Studios und HBO Max. Netflix-Mitko-CEO Ted Sarandos betonte, dass Warner-Bros.-Filme weiterhin Kinostarts haben werden, aber die Fenster sich zu 'kundenfreundlicheren' entwickeln könnten, was die Zeit bis zur Streaming-Verfügbarkeit potenziell verkürzt.
Auswirkungen auf den linearen HBO-Dienst
HBO, das wegweisende Premium-Kabelnetzwerk aus dem Jahr 1972, steht vor Unsicherheit. Unter Warner Bros. Discovery hat HBO bereits das Angebot reduziert und Multiplex-Kanäle wie HBO Family Anfang dieses Jahres eingestellt. Da Netflix kein Interesse an linearem TV zeigt, könnte der Dienst – mit durchschnittlich nur 154.000 Primetime-Zuschauern 2024 – auslaufen. Aktuelle lineare Abonnenten erhalten HBO Max kostenlos, doch Netflix könnte sie vollständig digital migrieren, um Kosten zu senken. Dies könnte das Ende des Premium-Kabelzeitalters bedeuten, nach der Umbenennung von Showtime zu Paramount+ with Showtime und dem Wechsel von FX zu Hulu.
Einfluss auf Oscars und Auszeichnungen
Die Fusion könnte die Award-Saison dominieren. Netflix und Warner Bros. führen bereits Nominierungen an, die kombinierte Einheit hat 63 Critics-Choice-Nominierungen dieses Jahr, darunter starke Kandidaten wie 'Sinners' (17 Nom.) und 'One Battle After Another' (14 Nom.). Netflix hat in sieben Jahren 10 Oscar-Nominierungen für den besten Film. Kritiker fürchten weniger Wettbewerb, was Wähler frustrieren könnte, obwohl Sarandos' Weihnachtsparty vor Optimismus summte angesichts der Neuigkeit.
Bedenken der Kinobetreiber
Aussteller befürchten, der Deal werde Kinos ruinieren. Warner Bros. hatte ein Top-Jahr mit Hits wie 'Sinners', 'A Minecraft Movie', 'Superman' und 'Weapons', die sieben Filme über 40 Millionen Dollar eröffneten. Kürzere Fenster könnten zu Umsatzeinbußen, Schließungen und Jobverlusten führen. Manche hoffen, dass Netflix bei 80 Milliarden Dollar Schulden die Kinorickbesserungen von Franchises wie 'Batman' und 'Harry Potter' schätzt, um Gewinne zu steigern.