Borussia Dortmunds Verteidiger Nico Schlotterbeck hat seinen Vertrag bis 2031 verlängert, doch Fans pfiffen ihn beim 0:1 gegen Bayer Leverkusen. Die Anhänger missbilligen offenbar Ausstiegsklauseln im neuen Kontrakt. Kollege Waldemar Anton kritisierte das Verhalten als schädlich für die Mannschaft.
Im ausverkauften Signal Iduna Park mit 81.365 Zuschauern wurde die Vertragsverlängerung von Nico Schlotterbeck am 11. April 2026 bereits vor dem Spiel gegen Bayer Leverkusen bekanntgegeben. Der 26-jährige Nationalspieler, der als Kapitän für den verletzten Emre Can aushalf, erhielt jedoch Pfeife von Teilen der Südtribüne bei der Mannschaftsaufstellung und während Ballkontakten.
„Das schadet uns als Mannschaft, das muss jeder auf der Tribüne dann wissen“, sagte Verteidigerkollege Waldemar Anton. „Ein solches Verhalten sei ein Unding.“ Schlotterbeck selbst erklärte: „Ich freue mich riesig, meinen Vertrag beim BVB verlängert zu haben. [...] Mein Ziel ist es, gemeinsam mit Borussia Dortmund Titel zu gewinnen.“
Mehrere Medien berichten von Ausstiegsklauseln im Vertrag, möglicherweise ab Sommer 2026. Ex-Nationalspieler Sami Khedira meinte bei DAZN: „Wenn du jetzt verlängerst und drei Monate später gehen solltest, [...] das gefällt niemandem.“ Dietmar Hamann bei Sky sagte: „Es ist ja wohl offensichtlich, dass er gerne woanders hingehen würde.“
Borussia Dortmund verlor das Spiel durch ein Tor von Robert Andrich in der 42. Minute nach einem Missverständnis zwischen Ramy Bensebaini und Fabio Silva. Trainer Kovac wich Fragen zur Klausel aus: „Ich kenne ja nicht mal meinen Vertrag so richtig.“