DPR-Mitglieder kritisieren und verteidigen Forstminister wegen Überschwemmungen in Sumatra

Während einer Sitzung der Kommission IV des DPR am 4. Dezember 2025 äußerten Mitglieder unterschiedliche Ansichten zur Verantwortung des Forstministers Raja Juli Antoni für Überschwemmungen in Nord-Sumatra, West-Sumatra und Aceh. Rahmat Saleh forderte den Rücktritt des Ministers, falls er das Problem nicht bewältigen könne, während Firman Soebagyo ihn verteidigte und ihn als jemanden bezeichnete, der nur alte Probleme bereinige.

Die Arbeitsitzung der Kommission IV des DPR RI mit Forstminister Raja Juli Antoni fand am Donnerstag, dem 4. Dezember 2025, im Parlamentskomplex in Senayan, Zentral-Jakarta, statt. Die Diskussionen drehten sich um Überschwemmungs- und Erdrutschkatastrophen in Nord-Sumatra, West-Sumatra und Aceh sowie deren Zusammenhang mit Waldschäden und Abholzung.

Rahmat Saleh, Mitglied der Kommission IV des DPR RI, kritisierte die von Raja Juli präsentierten Abholzungsdaten. Er sagte, die Daten deuteten darauf hin, dass die Abholzung in Sumatra und Aceh abnehme, implizierten jedoch, dass das Forstministerium die Abholzung nicht als Hauptursache der Überschwemmungen sehe. „Am Anfang hat Herr Minister Daten vorgelegt, die so wirken, als ob die Abholzungsdaten von Jahr zu Jahr abgenommen hätten“, sagte Rahmat. Er zitierte zwei philippinische Minister, die am 18. November unter Präsident Ferdinand Marcos zurückgetreten waren, weil sie die Überschwemmungen nicht bewältigen konnten. „Es ist also nichts Falsches daran, wenn ein Minister, der das nicht schafft, auch zurücktritt. Das ist eine noble Aufgabe meiner Meinung nach“, betonte er und forderte Minister auf, die die Überschwemmungen in diesen Regionen nicht handhaben können, zurückzutreten.

Im Gegensatz dazu verteidigte Firman Soebagyo Raja Juli Antoni und nannte ihn nur „Geschirrspüler“ für die angesammelten Waldschäden seit der Vorkriegsreformasi-Ära. „Herr Minister ist Geschirrspüler, deshalb verteidige ich ihn“, sagte Firman und lehnte einseitige Schuldzuweisungen ab. Er hob Agrarreformpolitiken als Beitrag zum Waldabbau hervor und forderte deren Überprüfung. Firman beschrieb auch die geologische Fragilität Indonesiens, wie Erdrutschrisiken in Puncak, und verlangte strenge Maßnahmen gegen den Transport legalen Holzes während der Krise. „In einer solchen Katastrophensituation gibt es immer noch welche, die Holz transportieren, auch wenn sie eine Genehmigung haben. Ich fordere Herrn Minister auf, hart durchzugreifen“, sagte er.

Diese unterschiedlichen Perspektiven spiegeln anhaltende Debatten über Umweltverantwortung und Forstpolitik wider, inmitten zunehmender Naturkatastrophen.

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