Das ägyptische Leistungsbilanzdefizit sank in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2025/26 um 13,6 % auf 9,5 Mrd. USD. Daten der ägyptischen Zentralbank zufolge wurde dieser Rückgang maßgeblich durch einen Anstieg der Rücküberweisungen um 29,6 % auf 22,1 Mrd. USD getrieben. Zudem stärkten Einnahmen aus dem Tourismus und dem Suezkanal den Dienstleistungsüberschuss.
Daten der ägyptischen Zentralbank belegen, dass das Leistungsbilanzdefizit von Juli bis Dezember 2025 auf 9,5 Mrd. USD fiel, was einem Rückgang von 13,6 % gegenüber dem Vorjahreswert von 10,9 Mrd. USD entspricht. Die Netto-Transfers ohne Gegenleistung stiegen um 28,4 % auf 22 Mrd. USD, wobei die Rücküberweisungen einen Sprung auf 22,1 Mrd. USD verzeichneten.
Die Dienstleistungsbilanz wies einen Überschuss von 8,9 Mrd. USD aus, ein Zuwachs von 20,6 %. Die Tourismuseinnahmen wuchsen um 17,3 % auf 10,2 Mrd. USD, während die Einnahmen aus dem Suezkanal um 19 % auf 2,2 Mrd. USD stiegen. Unterstützt wurde dies durch ein Plus des Nettotonnageaufkommens um 16,1 % auf 284 Mio. Tonnen sowie einen Anstieg der Schiffsanzahl um 5,8 % auf 6,7 Tausend.
Die Handelsbilanzdefizite weiteten sich jedoch aus; das Defizit im Ölsektor erreichte 8,9 Mrd. USD, das im Nicht-Ölsektor 22,8 Mrd. USD. Die Kapital- und Finanzbilanz verzeichnete Nettozuflüsse in Höhe von 6,5 Mrd. USD, darunter 9,3 Mrd. USD an ausländischen Direktinvestitionen – davon 9,4 Mrd. USD in Nicht-Ölsektoren –, wobei 6,1 Mrd. USD auf Greenfield-Investitionen entfielen, die primär durch das 3,5 Mrd. USD schwere Alam-El-Roum-Abkommen getrieben wurden.
Insgesamt wies die Zahlungsbilanz ein Defizit von 2,1 Mrd. USD aus, was über der Lücke von 502,6 Mio. USD im Vorjahr liegt.