Elisabeth Thand Ringqvist als neue Vorsitzende der Zentrumspartei gewählt

Elisabeth Thand Ringqvist wurde am Donnerstagnachmittag in Karlstad als neue Vorsitzende der Zentrumspartei gewählt. Sie äußerte die Bereitschaft, mit Magdalena Andersson und Ulf Kristersson zusammenzuarbeiten, schließt aber jegliche Verbindungen zu den Schwedendemokraten strikt aus. In einem idealen Szenario träumt sie von einer Allianzregierung.

Am Donnerstagnachmittag in Karlstad wurde Elisabeth Thand Ringqvist, 53, inmitten stehender Ovationen der Parteimitglieder zur neuen Vorsitzenden der Zentrumspartei gewählt. Ihre Antrittsrede wurde emotional; sie konnte ihre ehemalige Chefin Maud Olofsson, die vor Freude im Publikum weinte, nicht ansehen, und Thand Ringqvist selbst musste hart schlucken, um die Tränen zurückzuhalten. Frühere Vorsitzende wie Anna-Karin Hatt und Olofsson saßen in der ersten Reihe.

Thand Ringqvist ist eine Parteiveteranin mit Wurzeln in Jämtland und einem Sitz im Parlament für Stockholm. Sie arbeitete als politische Beraterin für Maud Olofsson, war CEO von Företagarna und leitete die Centerstudenter. Die Partei hofft, dass ihre Führung Themen wie Klima, Wachstum und Optimismus für die Zukunft vorantreiben wird.

Zur Regierungsbildung vermeidet sie die Angabe einer genauen Konstellation, betont aber sachbasierte Politik statt Blockpolitik. Die Zentrumspartei lehnt jegliche Zusammenarbeit mit den Schwedendemokraten und Jimmie Åkesson kategorisch ab. Sie ist offen für Verhandlungen mit Magdalena Anderssons Sozialdemokraten und verweist auf frühere Kooperationen, die die Wirtschaft gesäubert, den Wohlfahrtsstaat gestärkt und Steuern gesenkt haben. Für Ulf Kristerssons Moderaten müssen sie jedoch ihre Abhängigkeit von den SD beenden: «Wenn die Zentrumspartei und die Moderaten wieder zusammenarbeiten sollen, muss Ulf Kristersson seine Abhängigkeit von den Schwedendemokraten aufgeben.»

In einem freien Wunsch-Szenario verweist sie auf die Allianzregierung von M, KD, L und C unter Fredrik Reinfeldt: «Wenn ich frei wünschen könnte, wäre es natürlich eine Allianzregierung. Wir haben damals gut zusammengearbeitet.» Sie glaubt, dass eine solche Regierung eines Tages wieder Realität werden könnte. Zuerst möchte sie Andersson und Kristersson in der realen Welt treffen, um über Arbeitsplätze und Emissionen zu sprechen.

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