In einem RTL-Interview, das am 25. November 2025 während seiner Afrika-Reise ausgestrahlt wurde, begrüßte Emmanuel Macron den von den USA vorgeschlagenen Friedensplan für die Ukraine, betonte jedoch, dass die Ukrainer über territoriale Zugeständnisse entscheiden müssen. Er mahnte, nicht schwach gegenüber der russischen Bedrohung zu sein, die er als aggressiver beschreibt. Ein Treffen der Freiwilligenkoalition zur Unterstützung der Ukraine ist für denselben Tag per Videokonferenz geplant.
Emmanuel Macron äußerte sich am Dienstag, dem 25. November 2025, in einem Interview mit RTL während seiner Afrika-Reise. Auf die Frage zum von den USA vorgeschlagenen 'Friedensplan' sagte der französische Präsident: 'Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, die Richtung Frieden.' Allerdings schränkte er ein: 'Niemand kann für die Ukrainer entscheiden, welche territorialen Zugeständnisse sie machen wollen.'
Herr Macron warnte vor der Haltung Russlands, die er als 'viel aggressiver' beschreibt. 'Wir wollen Frieden, aber keinen Frieden, der eine Kapitulation ist', betonte er. Was für Russen akzeptabel ist, 'bedeutet nicht, dass es es für Ukrainer und Europäer ist', fügte er hinzu und mahnte, nicht 'schwach' gegenüber dieser 'Bedrohung' zu sein. Er erinnerte daran, dass 'die Russen den Krieg begonnen haben und Russland der Einzige ist, der keinen Frieden will.'
Der Staatschef wird am selben Tag an einer Videokonferenz der 'Freiwilligenkoalition' zur Unterstützung der Ukraine teilnehmen. Bezüglich der eingefrorenen russischen Vermögenswerte, die Donald Trump vorschlägt, um die Ukraine über US-geleitete Projekte wieder aufzubauen, insistierte Herr Macron: Es obliegt 'den Europäern zu entscheiden.'
Im weiteren Kontext sprach er über die Notwendigkeit, das 'Armee-Nation-Pakt' gegen hybride Konflikte zu stärken, ohne Bezug zum Einsatz von Jugendlichen in der Ukraine. Er wird am Donnerstag in Varces (Isère) einen neuen Rahmen für den universellen Wehrdienst ankündigen. Zum Armeehaushalt, der 2026 um 3,5 Milliarden Euro steigt, äußert er 'gute Hoffnung' auf einen parlamentarischen Kompromiss.