Pferdebesitzer und Tierärzte werden dazu aufgerufen, alle Fälle von Pferdegrippe zu melden, da Experten davon ausgehen, dass die tatsächliche Zahl der Ausbrüche deutlich höher liegt, als die aktuellen Zahlen vermuten lassen.
Das Equine Infectious Disease Surveillance Team hat seit dem 1. April Berichte über 116 laborbestätigte Ausbrüche in 53 Grafschaften erhalten. Dem Team sind weitere 50 bestätigte Ausbrüche bekannt, die aufgrund fehlender Details oder mangelnder Genehmigung für eine anonyme Meldung nicht in die nationalen Statistiken aufgenommen werden konnten.
Die Analyse der gemeldeten Fälle zeigt, dass 66 Prozent der betroffenen Pferde vor der Diagnose gereist waren und 63 Prozent der Tiere ungeimpft waren oder deren Impfschutz abgelaufen war. Die British Horseracing Authority lobte den Umgang mit einem Fall, der am 12. Juni in Shropshire entdeckt wurde, nachdem ein Pferd aus Irland eingetroffen war.
Die Krankheit hat sich zudem im New Forest ausgebreitet. Sie begann im Norden bei Woodgreen und hat sich südwärts in Gebiete wie Burley verlagert. Tierarzt Alan Hough berichtete, dass etwa 10 Ponys tot aufgefunden wurden, nachdem sie Grippesymptome gezeigt hatten, wobei Tests die Ursache in diesen Fällen noch nicht bestätigt haben.
EIDS betonte, dass anhaltende Wachsamkeit und robuste Biosicherheitsmaßnahmen unerlässlich seien, um eine weitere Ausbreitung zu begrenzen.