Die Kenya Medical Association hat angesichts steigender Fallzahlen in der Region eine dringende Ebola-Vorsorgewarnung an Ärzte und medizinisches Personal ausgegeben.
Die Kenya Medical Association veröffentlichte die Warnung am Donnerstag, dem 11. Juni, unter Berufung auf Richtlinien des Gesundheitsministeriums. Das medizinische Personal wurde angewiesen, bei allen Patienten mit Fieber und entsprechenden Symptomen eine hohe Wachsamkeit zu wahren.
Reisehistorien in betroffene Länder oder Kontakte mit Reisenden aus diesen Regionen müssen routinemäßig abgefragt werden. Jeder Patient, der Symptome des Virus aufweist, muss bei der Ankunft im Krankenhaus zuerst isoliert werden, noch bevor eine Reisehistorie bestätigt oder Laborergebnisse vorliegen.
"Warten Sie nicht auf die Bestätigung der Reisehistorie oder auf Laborergebnisse, bevor Sie die Isolation einleiten. Patienten geben ihre Reisehistorie möglicherweise nicht freiwillig an oder sind zu krank, um diese mitzuteilen. ZUERST ISOLIEREN. Erst danach untersuchen und Behandlungsmaßnahmen einleiten", heißt es in dem Rundschreiben.
Kenia hat bisher keine bestätigten Fälle der Krankheit gemeldet. Das Land bleibt jedoch aufgrund der intensiven grenzüberschreitenden Bewegung an wichtigen Einreisepunkten, darunter Busia, Malaba, Suam, Namanga und der Jomo Kenyatta International Airport, gefährdet.