Die Weltgesundheitsorganisation hat den Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda zu einer gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite erklärt. Kenia hat daraufhin seine Notfallvorsorgemaßnahmen aktiviert. Der Bundibugyo-Stamm hat bisher 80 Todesopfer gefordert.
Die Weltgesundheitsorganisation gab die Erklärung am Sonntag ab, nachdem der Ausbruch, der durch den Bundibugyo-Stamm des Ebola-Virus verursacht wurde, bis Samstag in der Provinz Ituri der Demokratischen Republik Kongo zu 80 Todesfällen und 246 Verdachtsfällen geführt hatte.
Uganda hat zwei bestätigte Fälle und einen Todesfall in Kampala gemeldet, die mit grenzüberschreitenden Reisen in Verbindung stehen. Gesundheitsbehörden weisen darauf hin, dass es für diesen Stamm keinen zugelassenen Impfstoff gibt und die potenzielle Sterblichkeitsrate bei bis zu 50 Prozent liegt.
Kenias Gesundheitsministerium hat ein nationales Ebola-Vorbereitungsteam gebildet und das nationale Notfalleinsatzzentrum für öffentliche Gesundheit in Alarmbereitschaft versetzt. Die Kontrollen an Flughäfen und Grenzübergängen wurden intensiviert.
Die Organisation Ärzte ohne Grenzen bezeichnete die Lage als äußerst besorgniserregend und bereitet eine groß angelegte Reaktion vor. Die WHO hat den betroffenen Ländern geraten, die Überwachungsmaßnahmen zu verstärken und Grenzschließungen zu vermeiden.