Unionsgesundheitsminister JP Nadda leitete ein hochrangiges Treffen, um Indiens Vorsorge gegen die Ebola-Virus-Krankheit nach kürzlichen Fällen im Kongo und in Uganda zu überprüfen. Beamte wurden angewiesen, strenge Kontrollen an den Einreisepunkten aufrechtzuerhalten. Bisher wurden in Indien keine Fälle gemeldet.
Unionsgesundheitsminister JP Nadda leitete das Treffen am Montag. Das Gesundheitsministerium erklärte, dass Nadda die volle Wachsamkeit bei der Überprüfung von Reisenden an allen Einreisepunkten angeordnet habe. Er wies zudem den Indian Council of Medical Research und das National Centre for Disease Control an, eine ständige Bereitschaft für die Nachverfolgung, Testung und Überwachung aufrechtzuerhalten.
Die Demokratische Republik Kongo und Uganda haben kürzlich Ebola-Fälle gemeldet. Der Südsudan ist einem hohen Übertragungsrisiko ausgesetzt. Die Weltgesundheitsorganisation hat den Ausbruch zu einer gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite erklärt, während die Africa Centres for Disease Control and Prevention ihn als gesundheitliche Notlage von kontinentaler Sicherheit eingestuft haben.
Bis Mai wurden in beiden Ländern 85 bestätigte Fälle und 10 Todesfälle gemeldet. Das Ministerium merkte an, dass der Gesundheitssekretär ein gemeinsames Überprüfungstreffen mit Beamten verschiedener Ministerien und Behörden abgehalten habe. Ebola ist ein virales hämorrhagisches Fieber, das durch den Bundibugyo-Virusstamm verursacht wird und eine hohe Sterblichkeitsrate aufweist. Bisher sind keine Impfstoffe oder spezifischen Behandlungen zugelassen.