Die Bundesabgeordnete Erika Hilton (PSOL-SP) warf ihrer Partei vor, bei der Verteilung von Wahlkampfmitteln neue Kandidaten zu bevorzugen und damit eine frühere Vereinbarung zu verletzen. Die Kontroverse entstand am Dienstag (23.) durch Beiträge in den sozialen Medien. Die PSOL wies die Anschuldigungen zurück und erklärte, dass ihre Kampagne die höchste Investition unter den Verhältniswahlkandidaturen erhalte.
In ihren Beiträgen vom Dienstag (23.) erklärte Hilton, dass die PSOL Vereinbarungen breche, die zu Beginn des Jahres getroffen wurden. Ihr zufolge sah der Deal vor, dass sie in der Partei bleiben würde, um dabei zu helfen, die Wahlhürde zu erreichen, im Austausch für höhere Zuweisungen als Stimmenfängerin.
Die Abgeordnete zeigte sich schockiert und enttäuscht. Sie erwähnte, dass Juliano Medeiros, der ehemalige Parteivorsitzende und Vorkandidat, die gleiche Priorität wie sie erhalten würde.
Die PSOL antwortete, dass Hiltons Kampagne die größte Investition unter den Verhältniswahlkandidaturen erhalte. Die Partei dementierte Änderungen an ihrer Inklusionspolitik und erklärte, dass der diskutierte Vorschlag eine Obergrenze für Mandatsträger festlege, die eine Wiederwahl anstreben.
Hilton sagte gegenüber Painel zudem, dass sie nur deshalb in der PSOL geblieben sei, weil Parteiführer sie inständig gebeten hätten, beim Erreichen der Wahlhürde zu helfen. Parteifunktionäre werfen der Abgeordneten wiederum vor, das Thema als Rechtfertigung zu nutzen, um die Partei nach den Wahlen zu verlassen.