Führungskräfte der PL trafen sich am Abend des 5. Mai mit Senatspräsident Davi Alcolumbre, um die Krise bei der Nachfolgeregelung im Bundesstaat Rio nach dem Rücktritt von Cláudio Castro zu besprechen. Das Treffen fand vor dem Hintergrund von Drohungen einer parlamentarischen Blockade zur Ausübung von Druck auf den STF statt. Alcolumbre mahnte zur Vorsicht und riet dazu, den Dialog zu suchen.
Führungskräfte der PL in Rio de Janeiro trafen sich am Abend des 5. Mai mit Senatspräsident Davi Alcolumbre (União-AP), um die Krise bei der Nachfolgeregelung des Bundesstaates nach dem Rücktritt von Cláudio Castro (PL) zu erörtern.
Verbündete Parteien, darunter die PL, PP und União Brasil, unterstützen Douglas Ruas (PL), den Präsidenten der Alerj, als Gouverneurskandidaten für den Oktober und argumentieren, dass er das vorläufige Gouverneursamt übernehmen sollte. Eine parlamentarische Blockade, um Druck auf den STF auszuüben, wurde zur Sprache gebracht, doch Alcolumbre mahnte zur Vorsicht und riet von drastischen Maßnahmen ab. Teilnehmer berichteten, der Senator habe erklärt, er werde „analisar o que pode fazer“ (analysieren, was er tun kann) und den Dialog mit den beteiligten Parteien, möglicherweise auch mit Richtern des STF, suchen.
Das Urteil des STF über das Wahlformat – direkt oder indirekt – bleibt aufgrund eines Antrags auf Akteneinsicht (Vista) durch Minister Flávio Dino ausgesetzt. Desembargador Ricardo Couto fungiert weiterhin als Interims-Gouverneur, was die PL-Führung als verfassungswidrige Instabilität betrachtet. Letzte Woche kritisierte Ruas die „juristische Hängepartie“ (gincana jurídica) der PSD, die mit Eduardo Paes in Verbindung gebracht wird.
Unabhängig davon legte das Ministério Público Berufung beim TSE ein, um die Zulassung von Castro zu annullieren, und verwies auf Widersprüche im vorangegangenen Urteil. Der stellvertretende Wahlstaatsanwalt Alexandre Espinosa argumentiert, dass eine Mehrheit für die Amtsenthebung stimmte, was möglicherweise eine Direktwahl erfordern könnte. Andere, darunter Marcelo Freixo und verschiedene Koalitionen, haben ebenfalls Petitionen beim TSE eingereicht.