Senator Sergio Moro hat beschlossen, União Brasil zu verlassen und der PL beizutreten, um bei den Wahlen 2026 für das Amt des Gouverneurs von Paraná zu kandidieren, das von der Partei von Flávio Bolsonaro unterstützt wird. Dieser Schritt bricht das Bündnis der PL mit Gouverneur Ratinho Jr. und soll dem Präsidentschaftskandidaten eine starke Bühne in diesem Bundesstaat sichern.
Am Mittwoch, den 18. März 2026, erklärte sich Senator Sergio Moro (União Brasil-PR) nach einem Treffen mit der Führung des Verbandes União Brasil-PP bereit, der PL beizutreten. Der PL-Vorsitzende Valdemar Costa Neto bestätigte die Unterstützung von Moros Kandidatur für das Amt des Gouverneurs von Paraná und löste damit die Verbindung zu Gouverneur Ratinho Jr. (PSD). Laut Valdemar soll die Wahl am kommenden Dienstag, dem 24. März, in Brasília stattfinden. Moro führt in den Umfragen zur Wahlabsicht in diesem Bundesstaat. Der Schritt zielt darauf ab, die Unterstützung für Präsidentschaftskandidat Flávio Bolsonaro (PL-RJ) gegen die Präsidentschaftskandidatur von Ratinho Jr. über die PSD zu sammeln. Valdemar erklärte: "Wir müssen alle dort vereinen, damit er in der ersten Runde gewinnt. Sonst sind wir wegen Ratinho tot". Er fügte hinzu: "Aber es kann sein, dass er für das Amt des Präsidenten kandidiert, also machen wir null Stimmen in Paraná? Und Moro explodiert dort. Mit 22 [auf dem Stimmzettel] gewinnt Moro vielleicht sogar in der ersten Runde". Die PL plant, den Abgeordneten Filipe Barros (PL-PR) für den Senat zu nominieren, wobei der zweite Platz möglicherweise an Deltan Dallagnol (Novo-PR) geht. Der Vizeplatz könnte an den Verband União Brasil-PP gehen. Zuvor gab es eine Übereinkunft, sich mit dem Nachfolger von Ratinho zu verbünden, z.B. Alexandre Curi oder Guto Silva, aber Ratinho traf sich mit Rogério Marinho (PL-RN), um die Unterstützung der PL für Moro zu verhindern, was jedoch nicht gelang. Die PL machte eine Einigung davon abhängig, dass Ratinho seine Präsidentschaftskandidatur aufgibt, doch die PSD machte weiter. In der Vergangenheit diente Moro als Justizminister von Jair Bolsonaro (2018-2020), den er wegen angeblicher Einmischung der PF verließ; er kritisierte Flávios Rachadinha im Jahr 2021, unterstützte aber Bolsonaro im Jahr 2022.