Der Gouverneur von Paraná, Ratinho Júnior (PSD), gab am Montag (23. März) bekannt, dass er sich aus dem Präsidentschaftsrennen 2026 zurückzieht und seine Amtszeit im Bundesstaat beenden wird. Der nationale Parteivorsitzende der PSD, Gilberto Kassab, erklärte, die Partei werde ihren Kandidaten bis Ende des Monats zwischen den Gouverneuren Eduardo Leite (RS) und Ronaldo Caiado (GO) auswählen. Die Entscheidung überraschte Kassab, ändert jedoch nichts am Plan für den sogenannten „dritten Weg“.
Der Gouverneur von Paraná, Ratinho Júnior (PSD), gab seinen Rückzug am Nachmittag des 23. März 2026 in einer offiziellen Mitteilung bekannt, nachdem er am Vorabend im Familienkreis darüber beraten hatte. Er begründete dies mit seiner Verpflichtung gegenüber den Wählern in Paraná und verwies dabei auf eine Zustimmungsrate von 85 %, das beste Bildungssystem Brasiliens, die niedrigsten Kriminalitätsraten seit 20 Jahren sowie Rekorde in den Bereichen Infrastruktur und Nachhaltigkeit. „Gouverneur Ratinho Júnior hat beschlossen, seine Amtszeit in Paraná bis Dezember dieses Jahres zu erfüllen“, heißt es in der Mitteilung. Er plane zudem, in den Privatsektor zurückzukehren, um die Mediengruppe seines Vaters Ratinho zu leiten, und trete im PSD-Präsidentschaftsrennen gegen Lula und Flávio Bolsonaro (PL) nicht an. Verbündete führen familiären Druck und den Beitritt von Sergio Moro zur PL im Hinblick auf die Gouverneurswahl in Paraná als Einflussfaktoren an, was Ratinhos Nachfolge im Bundesstaat erschwere. Kassab zeigte sich am Morgen überrascht und versuchte ihn umzustimmen, wobei eine Ankündigung für den 25. März verschoben wurde. In einer Mitteilung sowie in sozialen Medien bekräftigte der PSD-Vorsitzende den Zeitplan: eine Entscheidung bis zum 31. März oder in der kommenden Woche. Er lobte Ratinho und die anderen: „Beide [Leite und Caiado] haben ihre Projekte für Brasilien vorgestellt.“ Leite positionierte sich online: „Ich bin bereit und voller Energie, diese andere Alternative außerhalb der Polarisierung anzuführen.“ Intern gilt Caiado laut Quellen aufgrund seines stärker rechtsgerichteten Profils als Favorit. Die PSD hält an ihrem Projekt des „dritten Weges“ gegen die Polarisierung zwischen Lula und Bolsonaro fest.