Die Liberale Partei (PL) hat das Oberste Wahlgericht (TSE) aufgefordert, vorläufige Beweise für die Untersuchung des Aufzugs der Sambaschule Acadêmicos de Niterói zu sichern, die Präsident Lula während des Karnevals in Rio de Janeiro geehrt hat. Die Partei behauptet, die Vorstellung sei ein Stück politisches Marketing gewesen, und sucht Anhaltspunkte für ein Verfahren wegen Machtmissbrauchs. Die Bundesregierung hat Maßnahmen ergriffen, um Wahlanfechtungen zu vermeiden.
Die PL unter Führung von Valdemar Costa Neto hat das TSE kontaktiert und behauptet, der Aufzug der Acadêmicos de Niterói auf der Marquês de Sapucaí sei ein „apotheotisches Stück politisch-biografischen Marketings“ gewesen. Das Gesuch hebt Elemente wie Kampagnen-Jingles, Verweise auf die Nummer 13 und kritische Darstellungen von Gegnern hervor, einschließlich des ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro als Clown Bozo. Die Anwälte der Partei argumentieren, die Schule habe als „Arm der Exekutive“ agiert, und weisen auf Hinweise auf die Nutzung administrativer Maschinerie zur Sicherung von Sponsoring durch Geschäftsleute mit Interessen beim Bundesstaat hin. Das Gesuch zielt darauf ab, den Finanzfluss der Schule, die mutmaßliche Einmischung des Planalto-Palasts in die Handlung sowie die Sicherung von Verträgen, Buchhaltungsunterlagen und Kommunikationen zu prüfen. Es fordert auch Zugang zu den Terminkalendern von Präsident Lula, First Lady Janja Lula da Silva und Ministern sowie die Gästeliste für Logen, die vom Protokollamt der Präsidentschaft verwaltet werden. Das Verfahren erwähnt Besuche von Janja und Ministerin Anielle Franco in der Probenhalle der Schule sowie Änderungen an Aufzugsabschnitten nach Gesprächen mit Regierungsmitgliedern. Senator Flávio Bolsonaro (PL-RJ), Präsidialsvorkandidat, kündigte die Offensive in sozialen Medien an und kritisierte „PT-Verbrechen auf der Sapucaí“. Die Novo-Partei kündigte an, Lulas Wählbarkeit wegen des Aufzugs anzufechten. Auf Regierungsseite wurden Vorsichtsmaßnahmen getroffen: Kein Minister marschierte mit, und Janja verzichtete auf eine Teilnahme auf der Avenida. Die Schule erhielt 1 Mio. R$ über Embratur, doch das Rechnungshof der Union (TCU) empfahl die Streichung der Zahlung und wurde wegen mutmaßlicher Nutzung von Planalto-Strukturen für einen allegorischen Wagen kontaktiert. In der Vorwoche wies das TSE Anträge zur Blockade des Aufzugs zurück, wobei die Berichterstatterin Ministerin Estela Aranha vor Vorzensur warnte, aber Nachuntersuchungen erlaubte. Die TSE-Präsidentin Ministerin Cármen Lúcia beschrieb die Situation als „Treibsand“.