Der Umzug der Sambaschule Acadêmicos de Niterói, die Präsident Lula beim Rio-Karneval 2026 ehrt, sorgte mit einem satirischen Segment über 'Neokonservative in conserva' für Kontroverse, das Gegner einschließlich Evangelikaler aufs Korn nahm. Religiöse Führer waren in ihren Reaktionen geteilt, während der Planalto negative Rückwirkungen in den Sozialen Medien feststellte. Die Schule wurde am Mittwoch (18.) aus der Special Group abgestiegen.
Die Sambaschule Acadêmicos de Niterói debütierte im Special Group von Rio de Janeiro beim Karneval 2026 mit dem Motto 'Vom Gipfel des Mulungu entspringt Hoffnung: Lula, der Arbeiter Brasiliens', zu Ehren von Präsident Lula (PT). Am Sonntag (15.) während des Umzugs auf der Marquês de Sapucaí satirisierten in dem Segment 'Neokonservative in conserva' Regierungsgegner wie Vertreter des Agronegócios, Verteidiger der Militärdiktatur und Evangelikale, indem traditionelle Familien in Dosen dargestellt wurden. Die Schule rechtfertigte die Satire als Kritik an denen, die gegen Lulas Agenden wie Privatisierungen und das Ende der 6x1-Arbeitswoche stimmen. Die Reaktion teilte die evangelikalen Führer. Pastor Pedro Barreto von der Igreja Comunidade Batista do Rio fühlte sich 'tief glücklich', als Konservativer bezeichnet zu werden, und sagte: 'Die Bibel sagt, wir müssen anders sein.' Pastor Oliver Costa Goiano von den Evangélicos do PT hielt die Satire für übertrieben, sagte aber, sie beeinflusse nicht die evangelikalen Stimmen, da 'die meisten dem Karneval nicht folgen.' Pastor Alexandre Gonçalves sah eine 'sehr schlechte' Reaktion, besonders in einem Wahljahr, und kritisierte Lulas Unterstützung. Konservative Politiker reagierten in den Sozialen Medien. Senator Flávio Bolsonaro (PL-RJ) postete ein Meme seiner Familie in einer Dose. Die Evangelikale Parlamentarische Front veröffentlichte eine Verurteilung der 'respektlosen Haltung', und ihr Präsident, Abgeordneter Gilberto Nascimento (PSD-SP), kündigte Schritte beim PGR wegen 'Beleidigung mit öffentlichen Geldern' an. Die Schule erhielt 1 Mio. R$ von Embratur. Die Katholische Parlamentarische Front forderte ebenfalls Maßnahmen. Der Planalto war alarmiert über die negative Reaktion, doch Verbündete spielten sie herunter und wiesen darauf hin, dass die Regierung nicht am Motto beteiligt war und Lula das Religionsfreiheitsgesetz sanktionierte. Das Erzbistum Rio kritisierte die beleidigende Nutzung von Familien- und christlichen Glaubenssymbolen. Nach der Bewertung am 18. Februar wurde die Schule abgestiegen. Die Bolsonaro-Familie spottete darüber, Michelle postete 'Rebaixados em conserva', Flávio prognostizierte die Niederlage des PT. Der BundesSenat postete über religiöse Intoleranz unter Berufung auf den Strafkodex inmitten der Debatte.