Sieben kommunalpolizisten aus Uruapan, Eskorten des Bürgermeisters Carlos Manzo, wurden wegen mutmaßlicher Unterlassung bei seinem Mord am 1. November festgenommen. Behörden nahmen auch Jorge Armando 'N', alias 'El Licenciado', den mutmaßlichen geistigen Urheber des von 'El R1' des CJNG befohlenen Verbrechens, fest. Der Fall deckt mögliche Verbindungen zum organisierten Verbrechen in Michoacán auf.
Am 1. November 2025 wurde während des Festival de Velas in Uruapan, Michoacán, der Bürgermeister Carlos Alberto Manzo Rodríguez in einem Schussangriff inmitten der Feierlichkeiten zum Tag der Toten ermordet. Víctor Manuel 'N', 17 Jahre alt und vom CJNG rekrutiert, war der direkte Angreifer und wurde vor Ort neutralisiert. Fernando Josué 'N' und Ramiro 'N' leisteten Überwachungs- und Logistikunterstützung, wurden aber am 10. November tot aufgefunden, möglicherweise um die Ermittlungen zu stoppen.
Die Generalstaatsanwaltschaft des Bundesstaates Michoacán (FGE) nahm Jorge Armando 'N', 'El Licenciado', in der Nacht zum Donnerstag, 20. November, als mutmaßlichen geistigen Urheber fest. Laut FGE verbinden Beweise ihn direkt mit der Planung, einschließlich präziser Anweisungen zu den Bewegungen des Bürgermeisters und der Ausführung des Angriffs. 'El Licenciado' handelte auf Befehl von Ramón Ángel Álvarez Ayala, 'El R1', Anführer einer CJNG-Zelle in Michoacán. Sicherheitsminister Omar García Harfuch bestätigte, dass 'El R1' den Mord befahl und 'El Licenciado' drängte, auch bei Begleitung von Manzo zu schießen.
Am Freitag, 21. November, wurden in einer gemeinsamen Operation mit der Nationalgarde, Armee und Marinensekretariat sieben kommunalpolizisten, Eskorten von Manzo, in der Casa de la Cultura in Uruapan festgenommen. Sie wurden wegen Unterlassung beim qualifizierten Mord angeklagt und nach Morelia zur Vernehmung gebracht. Verdacht entstand, weil sie Manzo dreimal baten, zum Tatort für Fotos zurückzukehren, und nach Neutralisierung des Schützen feuerten, wie Gouverneur Alfredo Ramírez Bedolla sagte. Manzos Bruder Juan Manzo kritisierte ihr Handeln und wies auf einen ineffektiven Perimeter von 26 Eskorten hin.
"Es gab eine schrittweise Koordination der kriminellen Operation", erklärte die FGE. Der Fall, verbunden mit dem CJNG, könnte Rache für die Verhaftung von 'El Rino' im August sein. Manzo hatte Gewalt in Tierra Caliente angeprangert. Seine Witwe Grecia Quiroz, nun Bürgermeisterin, erhält Bundesschutz. Die FGE verspricht vollständige Aufklärung durch interagenturliche Koordination.