Europäer werden bei Ukraine-Gesprächen an den Rand gedrängt, während Trump Friedensplan vorantreibt

Donald Trump erklärte am Sonntag, es gebe 'gute Chancen' für ein Friedensabkommen zwischen Russland und der Ukraine, nach Gesprächen in Florida zwischen US-Beamten und einer ukrainischen Delegation. Europäer fühlen sich im Prozess an den Rand gedrängt, wurden nicht zunächst über den US-28-Punkte-Plan informiert, der Moskau zugutekommt. Diese Diskussionen finden inmitten militärischen und politischen Drucks in Kiew statt.

Fast vier Jahre nach dem Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 werden Europäer zunehmend in den diplomatischen Bemühungen an den Rand gedrängt. Zu Kriegsbeginn riefen Führer wie Emmanuel Macron wiederholt Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj an, während Großbritannien und Italien sich Kiew annäherten. Heute wurden sie nicht über den 'Miami-Plan' konsultiert, ein russisch-amerikanisches 28-Punkte-Vorschlag, der Russland Zugeständnisse macht, noch zu den Genfer Gesprächen am 23. November zwischen Amerikanern und Ukrainern eingeladen. Europäer eilten dringend nach der Schweiz, um den Text zu ändern.

Am Sonntag, dem 30. November 2025, fand in Florida ein Treffen zwischen US-Außenminister Marco Rubio, Trumps Sondergesandtem Steve Witkoff und der ukrainischen Delegation unter Leitung von Roustem Oumerov statt. Die Gespräche, die von Rubio und Oumerov als 'produktiv' beschrieben wurden, konzentrieren sich auf Änderungen am US-Plan, der in der Vorwoche in Genf verhandelt wurde. Rubio bemerkte, dass 'die Situation komplex' sei und russische Kontakte nötig seien, während eine ukrainische Quelle sagte, die Verhandlungen seien 'nicht einfach', aber konstruktiv und zielten darauf ab, Punkte für Folgegespräche in Moskau zu finalisieren.

Trump an Bord der Air Force One urteilte, es gebe 'gute Chancen' für ein Abkommen und sagte, 'Russland möchte, dass es endet' und die Ukraine wolle es auch. Er kritisierte einen Korruptionsskandal in der Ukraine, der zum Freitag zum Rücktritt von Andriy Jermak, Selenskyjs rechte Hand, führte, die in eine Untersuchung im Energiesektor verwickelt war. Witkoff reist am Montag nach Moskau. Macron empfängt Selenskyj am Montag in Paris, um über einen 'gerechten und dauerhaften Frieden', Sicherheitsgarantien und die Koalition der Willigen zu sprechen.

Am militärischen Front machen russische Truppen im Osten der Ukraine Vorstöße, und ein russischer Drohnenangriff nahe Kiew tötete einen und verletzte 11 in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Selenskyj ernannte Oksana Markarowa zur Beraterin für den Wiederaufbau, und die Ukraine einigte sich mit Norwegen über gemeinsame Drohnenproduktion ab 2026.

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