Die Bundesjustiz in São Paulo ordnete am Dienstag (7.) die Freilassung von Stella Stefanie Nunes Henrique de Oliveira an, die wegen des Verdachts auf Beteiligung an einem Geldwäscherring für das PCC vorläufig festgenommen worden war.
In dem Beschluss hieß es, es gebe keine Gründe, die vorläufige Festnahme in eine Untersuchungshaft umzuwandeln, und Maßnahmen wie die Sperrung von Vermögenswerten seien für die laufenden Ermittlungen ausreichend. Anwalt Robson Cyrillo erklärte, er respektiere die Entscheidung und bekräftige sein Vertrauen in Stellas Unschuld.
Dieselbe Entscheidung hob die vorläufigen Haftbefehle für sechs Verdächtige auf und ordnete für sechs weitere Untersuchungshaft an, darunter für Victor Shimada, das Hauptziel der Operation, der weiterhin auf der Flucht ist. Stella und Shimada wurden am 1. Juli von den Vereinigten Staaten wegen mutmaßlicher PCC-Verbindungen mit Sanktionen belegt.
Ermittlungen der Zivilpolizei von São Paulo bringen Shimada mit einem Geldwäschenetzwerk über die Firmen Wave Intermediações und Victory Trading in Verbindung. Sein Name tauchte im Zuge der Operation Saturno auf, die 2024 begann.