Die US-Regierung hat am Mittwoch (1.) Sanktionen gegen Victor Henrique de Oliveira Shimada und Stella Stefanie Nunes Henrique de Oliveira wegen ihrer mutmaßlichen Verwicklung in ein Geldwäsche-Netzwerk der PCC angekündigt.
Die vom Finanzministerium verhängten Maßnahmen blockieren Vermögenswerte in den USA und untersagen Transaktionen mit US-Bürgern. Shimada wird als Hauptverbindung zwischen PCC-Akteuren in Florida und internationalen Drogenhändlern identifiziert, wobei er über 30 Millionen US-Dollar mittels Kryptowährungen gewaschen haben soll.
Drei Unternehmen mit Sitz in São Paulo sowie eine portugiesische Firma wurden ebenfalls sanktioniert. Diese sollen von Shimada kontrolliert werden und dazu gedient haben, Erlöse aus dem Drogenhandel zu verschleiern. Stella wird als Verwandte und Sekretärin von Shimada beschrieben, die die Operationen unterstützte.
Shimada ist Angeklagter in einem Verfahren wegen Unregelmäßigkeiten beim Sponsoring-Deal von Corinthians mit VaideBet. Zuvor war er bereits zu fünf Jahren Haft verurteilt worden, weil er 35 Millionen brasilianische Real von der Banco Votorantim veruntreut hatte. Seine Anwälte legten nach der Bekanntgabe der Sanktionen ihre Mandate nieder.
Die PCC wurde im Mai von den USA als terroristische Vereinigung eingestuft. Die Sanktionen stützen sich auf präsidiale Dekrete, die gegen Drogenhandel und Terrorismus gerichtet sind.