Die Regierung der Vereinigten Staaten gab am Donnerstag (28.) bekannt, dass sie das Primeiro Comando da Capital (PCC) und das Comando Vermelho (CV) ab dem 5. Juni als ausländische terroristische Organisationen einstufen wird.
Außenminister Marco Rubio verkündete die Entscheidung, nachdem sich Senator Flávio Bolsonaro mit Präsident Donald Trump und US-Vertretern, darunter Vizepräsident JD Vance, getroffen hatte. Die Maßnahme ermöglicht Finanzsanktionen sowie das Einfrieren von Vermögenswerten, die mit den Gruppen in Verbindung stehen.
Flávio Bolsonaro feierte die Einstufung als „großen Tag“ und erklärte, sein Besuch habe mehr Ergebnisse erzielt als die Regierung Lula in Jahren ihrer Amtszeit. Auch andere Verbündete wie Eduardo Bolsonaro und Sérgio Moro lobten die Initiative.
Die brasilianische Regierung unter Präsident Luiz Inácio Lula da Silva drückte ihre Ablehnung gegenüber der Maßnahme aus. Regierungsvertreter befürchten, dass die Einstufung als Vorwand für externe Interventionen dienen könnte, und ziehen es vor, den Kampf gegen das organisierte Verbrechen als innenpolitische Angelegenheit zu behandeln.
Das Außenministerium begründete die Aufnahme damit, dass die Gruppierungen zu den gewalttätigsten in Brasilien zählen und ihre Netzwerke die regionale sowie die US-Sicherheit beeinträchtigen.