Senator Flávio Bolsonaro traf sich am Dienstag mit Präsident Donald Trump im Weißen Haus. Das Treffen fand im Oval Office statt und dauerte etwa eine Stunde und vierzig Minuten. Im Anschluss kritisierte das Team des Senators die brasilianische Botschaft in Washington dafür, dass sie keine Räumlichkeiten für eine Pressekonferenz zur Verfügung gestellt habe.
Senator Flávio Bolsonaro (PL-RJ), ein Präsidentschaftskandidat für 2026, wurde von Donald Trump im Oval Office empfangen. Begleitet wurde er von seinem Bruder Eduardo Bolsonaro und dem Journalisten Paulo Figueiredo. Das Treffen war nicht im offiziellen Terminkalender des Weißen Hauses aufgeführt.
Während des Gesprächs bat Flávio Trump darum, die Gruppierungen PCC und Comando Vermelho als terroristische Organisationen einzustufen. Er beantwortete zudem eine Frage Trumps zu Jair Bolsonaro und erklärte, seinem Vater gehe es gut, er werde jedoch ungerecht behandelt. Die Gruppe überreichte Trikots der brasilianischen Nationalmannschaft als Geschenk.
Flávios Team beklagte, dass die brasilianische Botschaft die Bereitstellung von Räumen für eine Pressekonferenz verweigert habe. Diplomaten erläuterten, dass die Anfrage erst am Vortag – einem US-Feiertag – ohne vorherige Benachrichtigung des Itamaraty und ohne offiziellen Status eingegangen sei. Sie verwiesen dabei auf Wahlvorschriften.
Politiker reagierten unterschiedlich. Lindbergh Farias bezeichnete den Besuch als lächerlich. Nikolas Ferreira hob potenzielle Vorteile in den Bereichen Sicherheit und Handel hervor.