Das US-Finanzministerium hat am Dienstag zwei Mexikaner und neun Unternehmen wegen Kraftstoffschmuggels sanktioniert, der dem Jalisco New Generation Cartel zugutekommt. Das offizielle Dokument bringt erstmals illegale Erlöse mit der Finanzierung von politischen Kampagnen und Medien in Mexiko in Verbindung.
Das Office of Foreign Assets Control und das Financial Crimes Enforcement Network des Finanzministeriums verhängten die Maßnahmen am 30. Juni. Die Erklärung stellt fest, dass etwa 30 Prozent des Kraftstoffs in Mexiko geschmuggelt werden, und warnt davor, dass Kartelle die Erlöse für Barzahlungen an politische Kampagnen und Medien verwenden, um bei der Wahl korrupter Politiker zu helfen.
Präsidentin Claudia Sheinbaum wies die Behauptungen mit dem Argument zurück, dass es keine Beweise gebe, und erinnerte daran, dass die Financial Intelligence Unit bereits an den Ermittlungen mitwirke. Sie kritisierte die US-Regierung dafür, die Informationen veröffentlicht zu haben, ohne eine gemeinsame Stellungnahme abzuwarten.
Der Morena-Koordinator in der Abgeordnetenkammer, Ricardo Monreal, forderte die Vereinigten Staaten am 1. Juli auf, Beweise vorzulegen, und erklärte, die Generalstaatsanwaltschaft müsse von Amts wegen handeln, falls Beweise existierten. Er führte die Anschuldigungen auf den Wahlkampfkontext in den Vereinigten Staaten zurück.