Präsidentin Claudia Sheinbaum drängte die Vereinigten Staaten am Montag dazu, ihr eigenes Drogenkonsumproblem anzugehen, anstatt sich so sehr auf Mexiko zu fokussieren. Während ihrer morgendlichen Pressekonferenz forderte sie zudem eine Verringerung des Waffenflusses sowie die Achtung der nationalen Souveränität.
Sheinbaum reagierte auf Maßnahmen des Justizministeriums der Vereinigten Staaten gegen Gouverneur Rubén Rocha sowie die Übergabe von Gerardo Mérida an die amerikanischen Behörden. Sie erklärte, dass Mexiko niemanden decken werde, stellte jedoch das übermäßige Interesse Washingtons in Frage.
"Sie sollen sich dort erst einmal um ihr Drogenkonsumproblem kümmern", erklärte die Präsidentin. Sie merkte an, dass Trumps neue nationale Anti-Drogen-Strategie den Konsum erstmals als ein Problem der öffentlichen Gesundheit anerkenne.
Die Präsidentin forderte zudem ein Ende des Zustroms von Hochleistungswaffen, die die Kartelle erreichen, sowie Maßnahmen gegen Geldwäsche. Sie bekräftigte, dass Mexiko den Informationsaustausch akzeptiere, jedoch keine Operationen von Behörden der Vereinigten Staaten auf seinem Hoheitsgebiet.
Sheinbaum kündigte an, dass der Minister für Heimatschutz der Vereinigten Staaten, Markwayne Mullin, am Donnerstag, den 21. Mai, Mexiko besuchen werde. Später wird sie die Drogenbeauftragte Sarah Carter am Montag, den 25. Mai, im Nationalpalast empfangen.