Der Verband der Rechtsanwältinnen hat der Regierung eine Frist von 40 Tagen gesetzt, um gegen geschlechtsspezifische Gewalt vorzugehen, andernfalls drohen landesweite Proteste.
Der Verband der Rechtsanwältinnen (FIDA) hat der kenianischen Regierung ein Ultimatum gestellt. Die Gruppe droht mit der Organisation friedlicher Proteste im ganzen Land, sollten ihre zentralen Forderungen nicht innerhalb von 40 Tagen erfüllt werden.
In einer am 20. Mai veröffentlichten Erklärung forderte FIDA, geschlechtsspezifische Gewalt zur nationalen Katastrophe zu erklären. Zudem verlangte der Verband einen Statusbericht über die Umsetzung der Empfehlungen der von Präsident William Ruto eingesetzten technischen Arbeitsgruppe.
Die Organisation forderte darüber hinaus die Einrichtung eines speziellen Fonds zur Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt (GBV), um Präventionsmaßnahmen und die Versorgung von Überlebenden zu unterstützen. FIDA verwies auf aktuelle Fälle, darunter den Tod von Rachel Wandeto und die Ermordung der Studentin Sylvia Kemunto, als Beleg für die anhaltende Krise.
Ein Ausbleiben einer Reaktion könnte zu strategischen Klagen seitens des Verbandes führen. Präsident Ruto hatte zuvor versprochen, im Fall Wandeto für Gerechtigkeit zu sorgen.