Gewalt gegen Frauen hält trotz Südafrikas Rechtsversprechen an

Ein am 22. März 2026 veröffentlichter Meinungsbeitrag beleuchtet, wie viele Frauen fast 30 Jahre nach der südafrikanischen Verfassung, die Würde und Gleichberechtigung versprach, weiterhin Gewalt erleben. Er verweist auf den Mord an Shila in Limpopo und fordert Maßnahmen von Regierung, Zivilgesellschaft und Privatwirtschaft.

Die südafrikanische Verfassung, die am 10. Dezember 1996 von Nelson Mandela unterzeichnet wurde, enthält einen starken Schutz gegen geschlechtsspezifische Gewalt. Richter Albie Sachs merkte an, dass sie Rechte gegen solche Gewalt unter der Freiheitsklausel vorsieht und Nicht-Sexismus fordert. Die Abschnitte 9, 10 und 12 decken Gleichheit, Würde bzw. Freiheit von Gewalt ab. Dennoch argumentiert Tandi Nzimande, CEO des GBVF Response Fund, in ihrem Beitrag, dass diese Versprechen für viele Frauen unerfüllt bleiben. Sie führt den Fall von Shila an, einer zweifachen Mutter, die im April 2025 von ihrem Partner in Mzombane, Mokopane, Limpopo, ermordet wurde. Shilas Kinder mussten in das weit entfernte Dorf ihrer Großmutter ziehen, was ihre Bildung und finanzielle Situation störte. Daten von UN Women zeigen, dass in Südafrika alle drei Stunden eine Frau ermordet wird, wobei die Femizidraten fünfmal so hoch sind wie der globale Durchschnitt. Zwischen Juli und September 2024 wurden 957 Frauen getötet und über 10.000 Vergewaltigungen gemeldet. Im November 2025 erklärte Präsident Cyril Ramaphosa auf dem G20 Social Summit in Johannesburg nach einer Kampagne von Women for Change mit über einer Million Unterschriften geschlechtsspezifische Gewalt zu einer nationalen Katastrophe. Dies ruft das Katastrophenmanagementgesetz (Disaster Management Act) für eine bessere Koordinierung auf den Plan. Die stellvertretende Ministerin Mmapaseka Steve Letsike erklärte: „Das Patriarchat ist eine menschliche Krise, nicht nur ein Frauenthema.“ Eine KPMG-Studie aus dem Jahr 2014 schätzte die Kosten durch geschlechtsspezifische Gewalt auf jährlich 28 bis 42 Milliarden Rand, was bis zu 1,3 % des BIP entspricht. Seit 2021 hat der GBVF Response Fund über 280 Millionen Rand gesammelt und damit fast eine Million Menschen sowie 200 Organisationen unterstützt. Der Beitrag, der anlässlich des Human Rights Day 2026 unter dem Motto „Bill of Rights at 30: Making human dignity real“ verfasst wurde, fordert anhaltende sektorübergreifende Bemühungen.

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