Südafrika hat geschlechtsbasierte Gewalt und Femicid (GBVF) offiziell zu einer nationalen Katastrophe erklärt, inmitten anhaltender Bedenken über steigende Fälle. Nutzer sozialer Medien haben Solidarität gezeigt, indem sie ihre Profilbilder lila gefärbt haben. Frauenrechtsgruppen fordern weiterhin stärkere Maßnahmen der Regierung.
Die Erklärung von geschlechtsbasierter Gewalt und Femicid (GBVF) zur nationalen Katastrophe markiert einen wichtigen Schritt zur Bekämpfung der Krise in Südafrika. Neueste Kriminalstatistiken des vergangenen Quartals zeigen eine düstere Realität: mehr als 9.200 gemeldete Vergewaltigungen, was einem Durchschnitt von 103 Frauen pro Tag entspricht. Zusätzlich wurden über 550 versuchte Sexualdelikte registriert, was die anhaltende Bedrohung für die Sicherheit von Frauen unterstreicht.
Als Reaktion auf diese Zahlen haben soziale Medienplattformen einen Zustrom von Nutzern erlebt, die lila Profilbilder als Symbol der Solidarität gegen GBVF übernommen haben. Diese visuelle Kampagne unterstreicht die öffentliche Frustration und die dringende Notwendigkeit von Interventionen.
Die Frauenrechtsorganisation Women For Change hat sich lautstark für diese Erklärung eingesetzt, die Forderungen erneuert und am 21. November, kurz vor dem G20-Gipfel, zu einem landesweiten Streik aufgerufen. Die Proteste forderten größere Rechenschaftspflicht der Regierung und besseren Schutz für Überlebende. Während die offizielle Erklärung diese Forderungen aufgreift, betonen NGOs in ihren anhaltenden Bemühungen die Notwendigkeit mehr Schutzunterkünfte, insbesondere für männliche Opfer, und nachhaltiger Politikänderungen, um das Problem effektiv zu bekämpfen.
Dieser Schritt soll zusätzliche Ressourcen freisetzen und koordinierte Reaktionen auf allen Ebenen der Regierung ermöglichen, wobei Herausforderungen bei der Umsetzung und kulturellen Veränderungen bestehen bleiben.