Die Moderatorin Adriana Araújo von Jornal da Band wurde live am Montag (1. Dezember) emotional, während sie über Gewalt gegen Frauen in São Paulo und alarmierende Femizid-Statistiken in Brasilien berichtete. Sie appellierte stark an die Behörden zur Handlung und hob hervor, dass das Land täglich einem 'Schlachten' ausgesetzt ist. Ihre Rede ging in den Sozialen Medien viral.
In der Ausgabe vom 1. Dezember 2025 von Jornal da Band berichtete Adriana Araújo über zwei aktuelle Fälle von Gewalt gegen Frauen in São Paulo. Im ersten wurde einer Frau beide Beine amputiert, nachdem sie etwa 1 km entlang der Marginal Tietê von ihrem Ex-Partner geschleift wurde, motiviert durch Eifersucht, als er sie mit einem anderen Mann in einer Bar sah. Das Opfer, Tainara Souza Santos, 31, liegt schwer verletzt auf der Intensivstation und muss eine neue Operation durchlaufen, um Stifte in ihrem Becken zu fixieren. Der Täter, Douglas Alves da Silva, 26, gab in seiner Aussage an, er habe sie nach einem Streit nur 'erschrecken' wollen, doch die Polizei bestreitet dies und erklärt, er habe aus Eifersucht gehandelt und das Fahrzeug nicht gestoppt, obwohl das Opfer eingeklemmt war. Tainara ist Mutter von zwei Kindern, 12 und 8 Jahre alt, und wird von ihrer Familie als fleißig und fröhlich beschrieben.
Im zweiten Fall wurde eine Konditoreiangestellte fünfmal von ihrem Ex-Freund erschossen, gerettet und ins Krankenhaus gebracht. Sichtlich bewegt begann Araújo ihre Rede mit Daten aus dem Anuário Brasileiro de Segurança Pública: Im letzten Jahr waren 1.492 Frauen Opfer von Femiziden, also vier pro Tag, mit 15 täglichen Versuchen, von denen 11 Überlebende schwere Folgen erleiden.
"Monströse Mörder töten oder versuchen täglich Frauen in unserem Land zu töten. Es sind 15 pro Tag, und vier dieser Frauen sterben, und 11 sind die Überlebenden, die knapp entkommen", sagte sie. Weiterfordernd: "Welchen Appell können Frauen noch erheben, damit die Polizei, die Justiz, das Land aufwacht und diesem Gemetzel ein Ende setzt? Was in unserem Land täglich geschieht, ist ein Femizid-Gemetzel, und die Kriminellen siegen".
Araújo schloss: "Solange es kein Tremembé für Femizide gibt, solange sie nicht hinter Gittern verrotten, siegen sie, und wir sind alle verurteilt, denn der Schmerz einer verstümmelten Frau schmerzt uns alle". Die Reaktion war umgehend, Zuschauer lobten ihre erstickte Stimme und stimmten ihren Worten zu.