Über 100 Menschen versammelten sich am Freitag (30. Januar) vor dem Krankenhaus Brasília de Águas Claras, um für die Genesung des 16-jährigen Rodrigo Helbingen Fleury Castanheira zu beten, der nach einem Überfall in schwerem Zustand auf der Intensivstation liegt. Familienmitglieder äußerten Rührung über die Unterstützung, während der Angreifer, Pilot Pedro Arthur Turra Basso, in Untersuchungshaft genommen wurde. Die Staatsanwaltschaft hebt ein Muster kollektiver Gewalt im Fall hervor.
Am Abend des 30. Januar versammelte eine emotionale Gebetswache über 100 Menschen vor dem Krankenhaus Brasília de Águas Claras im Bundesdistrikt, um positive Energie für den 16-jährigen Rodrigo Helbingen Fleury Castanheira zu senden. Der Teenager liegt seit dem 23. Januar in schwerem Zustand auf der Intensivstation, nachdem er von dem 19-jährigen Piloten Pedro Arthur Turra Basso überfallen wurde, was zu einem schweren Schädeltrauma und tiefem Koma führte. Rodrigos Familie und Freunde schlossen sich Fremden an, die den Fall über Medienberichte verfolgten. Seine Tante Iara Castanheira, 47-jährige Biomedizinerin, beschrieb den Moment: „Es ist ein solcher Aufschrei, so viele gute Menschen beten, setzen sich in die Lage der Eltern. Das hält uns aufrecht.“ Ein weiterer Onkel, der 44-jährige Physiotherapeut Flávio Henrique Thorminn, kam aus Goiânia und sagte mit Tränen: „Ich habe nicht mit so vielen Leuten gerechnet; es ist ergreifend zu sehen. Es zeigt, wie wunderbar Rodrigo ist.“ Die Studentin Louise Mendes, 18, organisierte die Veranstaltung mit Kirchenfreunden, ohne den Jungen zu kennen: „Ich kenne ihn nicht, aber die Geschichte hat mich bewegt. Ich habe nicht mit so vielen Leuten gerechnet.“ Rodrigo reagierte kürzlich auf Reize, aber Besuche wurden ausgesetzt, um übermäßige Emotionen zu vermeiden. Am selben Tag wurde Pedro Turra wegen schwerer Körperverletzung in Untersuchungshaft genommen. Er war am 23. Januar festgenommen und nach Zahlung einer Kaution von 24.000 R$ freigelassen worden. Die Staatsanwaltschaft des Bundesdistrikts und der Territorien (MPDFT) behauptet, Turra agiere in einer Gruppe, filme Überfälle, um sie in sozialen Medien zu sensationalisieren, mit mindestens drei vorherigen Vorfällen, darunter das Zwangsantrinken von Alkohol bei einem Teenager und gewalttätige Verfolgungsjagden im Jahr 2025. Es gibt Hinweise auf abgestimmte Aussagen zur Behauptung von Notwehr, mit vulnerablen Zeugen wie Minderjährigen. Die Staatsanwaltschaft betont Fluchtgefahr, Einflussnahme auf die Ermittlungen und Bedrohung der öffentlichen Ordnung und rechtfertigt die Haft als einziges Mittel, den Gewaltkreislauf zu durchbrechen.