Protest in SP fordert Gerechtigkeit für Tainara Souza Santos

Demonstranten versammelten sich samstags (13/12) im nördlichen São Paulo, um Gerechtigkeit für Tainara Souza Santos zu fordern, die am 29. November von ihrem Ex-Freund überfahren und geschleift wurde. Die Protestroute folgte dem gleichen Weg, den sie an diesem Tag auf der Marginal Tietê genommen hätte. Tainara erwachte freitags aus dem künstlichen Koma, hatte aber beide Beine amputiert.

Samstags (13/12) versammelten sich Demonstranten um 14 Uhr auf der Avenida Tenente Amaro Felicíssimo da Silveira in Vila Maria, nördliches São Paulo, um Gerechtigkeit für Tainara Souza Santos zu fordern. Der Protest folgte dem gleichen Pfad, den sie nach einer Party auf dem Heimweg genommen hätte, als sie am 29. November brutal von ihrem Ex-Freund Douglas Alves da Silva, 26, auf der Marginal Tietê angegriffen wurde.

Tainara liegt weiterhin im Hospital das Clínicas im Zentrum von São Paulo. Freitags (12/12), fast zwei Wochen nach der Tat, öffnete sie erstmals die Augen und kam aus dem künstlichen Koma. Laut einer Freundin erwachte Tainara aufgeregt und versuchte, den Schlauch der Beatmungsmaschine zu entfernen, weshalb die Ärzte ihr die Hände fesselten. „Das kleine Luder ist so stark, dass die Krankenschwester sagte: ‚Mama, sie ist so frech, das kleine freche Ding ist zäh, weißt du, sie hat schon die Hand gehoben, als sie die Augen öffnete, und wollte den Schlauch rausziehen. Also mussten wir ihre Händchen fesseln‘“, berichtete die Freundin. Das Gerät soll samstags entfernt werden. Sie hat eine leichte Bakterieninfektion, die mit Medikamenten behandelt wird, ohne Schweregrad.

Die Protestorganisatoren fordern wirksamen Schutz für Frauen und den Kampf gegen Femizide. „Tainara hat beide Beine verloren. Sie hat ihre Zukunft verloren. Sie hat Träume verloren, die nie wieder erblühen werden. Aber sie wird unsere Stimme nicht verlieren. Sie wird unseren Ruf nach Gerechtigkeit nicht verlieren. Wir lassen ihre Geschichte nicht zum Schweigen bringen“, hieß es in der Erklärung der Gruppe.

Douglas Alves da Silva, mit dem Tainara eine sporadische Beziehung hatte, ist wegen versuchten Femizids angeklagt. Richterin Paula Marie Konno nahm die Anklage an und berief sich auf Beweise für Täterschaft und Tatbestand. Er fuhr mit hoher Geschwindigkeit, rammte das Opfer und schleifte es weiter. Die Untersuchungshaft wurde zur Wahrung der öffentlichen Ordnung und des Schutzes von Zeugen aufrechterhalten. Der Beschuldigte wurde am 30. November in einem Hotel in Vila Prudente, Ostzone, festgenommen und am 8. Dezember ins CDP II in Guarulhos verlegt.

Überwachungskameras zeichneten die Auffahrunfall mit Fahrerflucht auf: Tainara ging mit einem anderen jungen Mann, als sie von einem schwarzen Auto getroffen wurde.

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